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Kommentar

Schweigen wäre besser

Flotte Sprüche waren nie die Sache von Angela Merkel. Daher wirkte sie als CDU-Vorsitzende leicht langweilig. Doch die Diskussion über ihre Nachfolgerin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihren Umgang mit Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen zeigt, wie gefährlich allzu flotte Sprüche in der Politik sein können.

19.08.2019

Von DIETER KELLER

Berlin. Wenn sie erst das Wort Parteiausschluss in den Mund nimmt und dann mühsam zurückrudern muss, so habe sie das nicht gemeint, dann ist das zumindest ungeschickt, und es schwächt ihre eh schon angeschlagene Position.

Streit über den richtigen Weg gehört in jeder Partei dazu, sonst ist sie tot. Aber das gilt nur innerhalb gewisser Grenzen. Über den „Markenkern“ sollten sich alle einig sein. Doch der wurde in der Ära Merkel ziemlich unklar. Das zu ändern, will AKK nicht so recht gelingen.

Zwei Wochen vor wichtigen Landtagswahlen sollte AKK mehr Gespür dafür haben, wo sie lieber mal schweigen sollte. Entweder sie hat schlechte Berater um sich, die sie nicht vor solchen Stolperfallen schützen, oder sie ist beratungsresistent. Beides ist schlecht für ihr Ansehen und das der CDU.

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Erstellt:
19. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
19. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. August 2019, 06:00 Uhr

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