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Schwenk hin zur
E-Mobilität
Kontrolle von Zylinderkopfdichtungen bei Elring Klinger. Foto: Sina Schuldt/dpa
Elring Klinger

Schwenk hin zur E-Mobilität

Der Autozulieferer setzt auf Brennstoffzelle, Batterieantrieb und Leichtbau.

28.03.2018
  • THOMAS VEITINGER

Stuttgart. Der Autozulieferer Elring Klinger (Dettingen/Erms) sagt der Brennstoffzelle eine große Zukunft voraus. „Der Antrieb wird sich in 10 bis 15 Jahren durchsetzen“, ist Vorstandschef Stefan Wolf überzeugt. „Die Brennstoffzelle ist CO2-neutral, eignet sich für schwere Lastwagen und lange Strecken.“ Der Batterienantrieb werde dagegen an eine Grenze stoßen, sagte Wolf bei der Präsentation der Bilanzzahlen in Stuttgart. „China unterstützt den Antrieb mit bis zu 60 000 EUR pro Bus. Ziel sei es in dem Land, den gesamten Nahverkehr auf Brennstoffzellenbusse umzustellen.“ Elring Klinger arbeite bereits mit einem chinesischen Bushersteller zusammen.

Versorgung unsicher

Die angepeilten CO2-Grenzwerte in Europa könnten laut Wolf nicht eingehalten werden, da weniger Dieselfahrzeuge verkauft und die Lücke nicht mit Elektroautos sondern Benzinern geschlossen werde. Zudem sei weder die Versorgung vieler Stromautos mit Energie sichergestellt, noch die notwendige Menge an Lithium für die Batterien weltweit abbaubar.

Elring Klinger will den Bereich E-Mobilität – zu dem auch die Brennstoffzelle zählt – und Leichtbau von heute 4 Prozent Anteil am Unternehmensumsatz auf 25 Prozent im Jahr 2030 erhöhen. Dazu wurde ein Vorstandsbereich E-Mobilität geschaffen. Durch eine Beteiligung am Antriebsspezialisten Hofer (Nürtingen) können die Dettinger komplette elektrische Antriebssysteme liefern. Dazu kam eine Kooperation mit dem chinesischen Batterieproduzenten Calb. Nach der Trennung vom Schweizer Abgasreiniger Hug will sich Elring Klinger „voll auf die Weiterentwicklung seines Elektromobilitätsgeschäfts konzentrieren“. Geschäfte außerhalb der Autoindustrie sollen ausgebaut werden.

2017 stieg der Umsatz um 6,8 Prozent auf 1,66 Mrd. EUR. Die Mitarbeiterzahl nahm um 12 Prozent auf 9600 zu. Das Jahresergebnis ging mit knapp 70 Mio. EUR aber um 11 Prozent zurück. Dafür macht das Unternehmen steigende Rohstoffpreise und negative Währungseffekte verantwortlich. Der Ausblick für das laufende Jahr ist positiv. Thomas Veitinger

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28.03.2018, 06:00 Uhr

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