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Kommentar Computerspiele

Schweres Spiel

Milliardenmarkt. Wichtig für die Entwicklung von Zukunftsthemen wie virtuelle Realität, künstliche Intelligenz und Augmented Reality. Impulsgeber für Branchen wie dem Automobilbau. Lässt junge Menschen naturwissenschaftliche Fächer und Informatik studieren. Kurz: Die Computerspiel-Branche müsste in Deutschland eigentlich der Politik liebstes Kind sein.

24.08.2019

Von THOMAS VEITINGER

Köln.Ist sie aber nicht. Die Branche musste nun sogar glücklich sein, als ihr Bundesminister Andreas Scheuer eine weitere Förderung von vergleichsweise mickrigen 50 Millionen Euro zusagte. Geld, das im Haushaltsentwurf nicht einmal auftaucht.

Warum tut sich Deutschland mit Computerspielen so schwer? Weil die Produkte immer noch als „Killerspiele“ gelten, die junge Menschen vor dem Computer dick, faul, dumm und gewalttätig werden lassen? Dabei gibt hierzulande 34 Millionen Spieler mit einem Durchschnittsalter von 36 Jahren. Es greifen fast genauso viele Frauen wie Männer zur Maus, zum Handy, zur Konsolensteuerung. Bei Turnieren gibt es millionenschwere Preisgelder.

Dass Scheuer zu Eröffnung der Messe gekommen ist, ist ein gutes Zeichen. Noch besser wäre es, wenn die deutsche Branche mit nicht einmal fünf Prozent weltweiten Anteils auf eine zuverlässige Unterstützung bauen könnte – finanziell und ideell.

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Erstellt:
24. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
24. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. August 2019, 06:00 Uhr

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