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Karlsruhe/Bad Herrenalb

Schwerpunkthema Inklusion: Herbstsynode zieht erste Bilanz

Menschen mit Behinderung als Nachbarn, Kollegen, Freunde und damit als gleichwertiges Gegenüber: Mit dem Schwerpunkt Inklusion hat sich die Evangelische Landeskirche Baden (Ekiba) eines der großen gesellschaftlichen Themen für ihre Herbstsynode vorgenommen.

14.10.2016
  • dpa/lsw

Karlsruhe/Bad Herrenalb. Von diesem Sonntag (16. Oktober) an tagen nicht nur rund 110 Gäste und Abgeordnete des Kirchenparlamentes. Auch rund 70 Menschen mit Behinderung sowie ehrenamtlich Engagierte sind Teil der Diskussionen rund um die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. «Wir wollen auswerten, was unser übergreifendes Vorhaben "Inklusion in der Gemeinde" bislang erreicht hat», sagte am Freitag der Ekiba-Inklusionsbeauftragte, André Stöbener.

Im Rahmen einer Bilanz des seit etwa drei Jahren laufenden Projektes sollen nach Worten Stöbeners sechs Einzelprojekte vorgestellt werden: In Kehl kochen und essen unter dem Motto «Miteinander zu Tisch» behinderte und nicht behinderte Menschen zusammen. In Mannheim etwa engagieren sich fünf Gemeinden mit einer inklusiven WG oder in inklusiven Glaubenskreisen. In Haßmersheim (Neckar-Odenwald-Kreis) wurde ein Gemeindehaus so umgebaut, dass dort an Demenz erkrankte Menschen mit am Gemeindeleben teilnehmen können.

Auf der Synode solle ausgewertet werden, was die Projekte bislang gebracht, wie sie sich bewährt haben und was weiter notwendig sein könnte, sagte Stöbener. «Inklusion ist ein kontinuierlicher Prozess, der das Wahrnehmen, Denken und Handeln in den unterschiedlichsten kirchlichen Arbeits- und Lebenszusammenhängen mitbestimmt und verändert.» Für die Inklusionsprojekte in Kirchengemeinden vor Ort sind seitens der Landeskirche den Angaben zufolge für die Zeit zwischen 2014 bis 2017 rund 500 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Momentan sei beim Thema Inklusion eine Art «Themenkonkurrenz» zu beobachten im Vergleich etwa zur Arbeit mit und für Flüchtlinge, sagte Stöbener . «Viele Gemeinden teilen uns beispielsweise mit, dass ihre Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit gebunden sind», erklärte er. «Aber wir sagen: Wir wollen das eine tun, ohne das andere zu lassen.»

Die Herbstsynode startet am Sonntagnachmittag mit einem Eröffnungsgottesdienst. Bis zum kommenden Donnerstag stehen außerdem Themen wie kirchliche Frauenarbeit oder die Zukunft von Kindertagesstätten auf dem Programm.

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14.10.2016, 14:18 Uhr | geändert: 14.10.2016, 12:11 Uhr

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