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50 Jahre im Namen des Herrn

Schwester Rufina feierte goldene Profess

Ein halbes Jahrhundert im Namen des Herrn: Die geborene Wiesenstetterin Schwester Rufina ist schon seit 50 Jahren im Orden der Franziskanerinnen in Heiligenbronn bei Schramberg.

23.10.2014

Wiesenstetten. Schon im Juli dieses Jahres feierte Schwester Rufina ihre goldene Profess: Vor 50 Jahren ist die heute 80-Jährige dort eingekleidet worden und trat dem Orden bei.

Gleich nach dem Krieg sind innerhalb von zwölf Monaten drei Mädchen ins Kloster gegangen. Eigentlich war die Mutter der Schwester, getaufte Ida, damals der Meinung, sie solle – weil sie so kinderliebend ist – unbedingt heiraten und Kinder bekommen. Doch für sie ist ein größerer Wunsch in Erfüllung gegangen. Nämlich indem sie durch ihre Tätigkeit Taubstumme, Gehörlose und Blinde Jahrzehnte lang wie eine Mutter betreuen konnte. Die Freude, Liebe und Dankbarkeit, die ihr immer noch von ehemaligen betreuten Kindern und Schülern entgegengebracht wird, ist für sie nicht zu überbieten.

Der Dienst im Kloster hat Familientradition

Die Jubilarin wurde am 17. Februar 1934 in Wiesenstetten als viertes und als Zwillingskind geboren. Die Mutter, auch ein Zwillingskind, stammte aus einer Großfamilie. Die Zwillingsschwester der Mutter Anna ging auch ins Kloster zu den Vinzentinerinnen. Deren Cousine war als Ordensschwester 50 Jahre lang im Elsass und ist dort von Charles de Gaulle mit dem Orden „Pour le merite“ für ihre großen Verdienste ausgezeichnet worden.

Dass Ida zu den Franziskanerinnen nach Heiligenbronn gegangen ist, hatte sie sich sehr gut überlegt. Dort konnte sie mit Schwestern zusammenkommen, mit denen sie sich in jeder Hinsicht gut verstand.

Sie begleitet weiterhin Gehörlose

Der Orden hat sie auch ausbilden lassen in Schwäbisch Gmünd mit Abschluss als Kinderpflegerin. Im Anschluss hatte sie in Heiligenbronn, also im Mutterhaus, eine Zusatzausbildung für Gehörlose absolviert. Während der Kandidatur hat sie sogar ein Jahr Urlaub bekommen, um die Schwester Regina, die älteste Schwester, wegen einer Zwillingsgeburt tatkräftig zu unterstützen. Auch der Vater der Jubilarin wurde im hohen Alter von den Schwestern mit Unterstützung des Klosters betreut.

Jetzt im fortgeschrittenen Alter ist sie im Ruhestand des Ordens in Heiligenbronn. Sie macht noch sehr gern Begleitung von behinderten Gehörlosen mit dortigen Bewohnern, die ihr sehr ans Herz gewachsen sind und die sie sehr lieben und schätzen. Ihrer Berufung fürs Kloster gefolgt zu sein, hat sie nie bereut, hat sie doch ein erfülltes Leben mit der Hilfe Gottes.

Schwester Rufina feierte goldene Profess
Schwester Rufina fühlt sich auch nach 50 Jahren noch wohl im Kloster.Privatbild

Die Gründung des Klosters in Heiligenbronn bei Schramberg geht bis ins Jahr 1385 zurück. Ein Franziskaner-Mönch erwarb dort ein Stück Land, auf dem sich eine Heilquelle befand.

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23.10.2014, 12:00 Uhr

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