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Auf Marco Koch ist einfach Verlass

Schwimm-Weltmeistersiegt über 400mLagen

Der deutsche Schwimm-Weltmeister Marco Koch hat bei der Kurzbahn-DM in Wuppertal für einen Paukenschlag gesorgt - auf seiner Nebenstrecke!

20.11.2015
  • SID

Köln Mit deutschem Rekord über 400 m Lagen hat Schwimm-Weltmeister Marco Koch zum Auftakt der Kurzbahn-DM in Wuppertal die Spezialisten düpiert und für einen ersten Paukenschlag gesorgt. Der 25-Jährige, der im Sommer bei der WM in Kasan als erster Deutscher über 200 m Brust Gold gewonnen hatte, unterbot in 4:01,87 Minuten die fünf Jahre alte Bestmarke von Yannick Lebherz um über drei Sekunden. Mit dieser Zeit hätte Koch bei der Kurzbahn-WM vor einem Jahr Bronze nur um fünf Hundertstelsekunden verpasst.

"Das war einfach witzig", sagte der Darmstädter, der ebenso wie Johannes Hintze (Potsdam) und Kevin Wedel (Mainz) die Norm für die Kurzbahn-EM in Israel (2. bis 6. Dezember) unterbot. "Ich habe nur eine Woche Lagen trainiert", berichtete Koch, "ich habe gute Grundlagen." Umsteigen will der Brustspezialist aber vorerst nicht: "Vielleicht nach Olympia - aus Spaß. Es scheint ja relativ einfach zu sein." Trotz der erhöhten Terrorgefahr will Koch in Israel starten: "Ich will so viele hochkarätige Wettkämpfe wie möglich machen." Auch Franziska Hentke, die als deutsche Meisterin über 400 m Lagen in 4:33,53 Minuten ebenfalls unter der Richtzeit blieb, plant eine EM-Teilnahme. "Auf jeden Fall", sagte die Magdeburgerin, "es ist schon traurig, was auf der Welt passiert, aber es kann überall passieren." Auch Juliane Reinhold (Leipzig) knackte als Zweite die EM-Norm - ebenso wie Alina Jungklaus (Würzburg) als Siegerin über 800 m Freistil.

Marco Koch schreibt zwar Autogramme wie ein Weltmeister, aber sonst habe sich im Alltag des 25-Jährigen wenig geändert. "Es ist alles beim Alten", sagte er. Ein paar Fernsehauftritte nach seinem Triumph über 200 m Brust am 7. August im Kasaner Fußballstadion, Termine mit seinen Sponsoren, der Eintrag ins Goldene Buch seiner Heimatstadt Darmstadt, ein Empfang seines Vereins - das war's schon mit dem Rummel um den ersten deutschen Schwimm-Weltmeister seit dem Doppel-Triumph von Paul Biedermann vor sechs Jahren. Bezeichnend ist, dass er erst überlegen muss, wo seine Goldmedaille steckt. Das wichtigste Edelmetall fehlt ihm noch, und daran denkt er seit seinem WM-Triumph ständig: "Ich will bis Rio alles daransetzen, so schnell zu werden, wie es geht, alles zu optimieren - und es sieht ganz gut aus."

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20.11.2015, 12:00 Uhr

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