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Wuppertal

Schwimmer wollen nicht zur EM nach Israel

Paul Biedermann macht sich "keine Sorgen", Marco Koch will sich keine "Angst machen lassen": Die beiden deutschen Vorschwimmer wollen trotz erhöhter Terrorgefahr bei der Kurzbahn-EM in Israel in zwei Wochen starten, die meisten ihrer Teamkollegen bleiben aber lieber zu Hause. "Ganz ehrlich: Das Risiko ist mir zu groß", sagte die WM-Dritte Alexandra Wenk am Rande der Kurzbahn-DM in Wuppertal.

21.11.2015
  • SID

Wuppertal Die Bronzemedaillengewinnerin von Kasan mit der Mixed-Lagenstaffel spricht für die Mehrheit der deutschen Schwimmer. Bei einer Umfrage des Athletensprechers Hendrik Feldwehr erklärten 13 von 25 Olympia-Kandidaten, dass sie wegen Sicherheitsbedenken nicht in Netanya (2. bis 6. Dezember) an den Start gehen wollen.

Selbst der Bundestrainer hat große Bedenken. "Ich bin nicht erfreut bei dem Gedanken, dass wir dahin fahren", sagte Henning Lambertz. Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat nicht nur den Schwimmern, sondern auch dem Chefcoach die EM-Teilnahme freigestellt. Keinen Zweifel an seinem EM-Start lässt dagegen Weltmeister Koch. "Die Sicherheitsvorkehrungen in Israel werden gut sein. Ich glaube nicht, dass es dort ein größeres Risiko gibt als anderswo", meinte der 25-Jährige, der mit deutschem Rekord über 400 m Lagen in die DM gestartet und gleich im ersten Rennen sein EM-Ticket gelöst hatte: "Ich find's blöd, sich von ein paar Eierköppen Angst machen zu lassen." Gestern bestätigte Koch bei seinem Sieg über 100 m Brust (57,29 Sekunden) seine starke Form.

Auch für Biedermann wäre die Sicherheitslage kein Grund für eine Absage. "Da mache ich mir keine Sorgen", sagte der 29-Jährige. Für den Weltrekordler ist die eigene Leistung entscheidend für eine EM-Teilnahme in Israel. "Es hängt nur davon ab, wie schnell ich schwimmen kann", sagte der Doppel-Weltmeister von 2009. In 1:43,96 Minuten über 200 m Freistil holte sich Biedermann seinen 42. deutschen Meistertitel.

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21.11.2015, 12:00 Uhr

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