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Schwungvoller Jahresauftakt
Auf den Nationaltorhüter Silvio Heinevetter war beim 30:21 gegen Rumänien Verlass. Foto: Imago
Handball

Schwungvoller Jahresauftakt

Die Nationalmannschaft zeigt sich beim Kantersieg gegen Rumänien schon in WM-Form. Dabei kann sie auf einen starken Torhüter Silvio Heinevetter bauen.

04.01.2017
  • DPA

Angeführt vom überragenden Torhüter Silvio Heinevetter sind Deutschlands Handballer souverän in die heiße Phase der WM-Vorbereitung gestartet. Der Europameister setzte sich im ersten Testspiel vor dem Turnier in Frankreich klar mit 30:21 (17:9) gegen Rumänien durch. Vor 7349 Zuschauern im ausverkauften Krefelder Königspalast war Rechtsaußen Patrick Groetzki mit sechs Toren am gestrigen Dienstagabend am treffsichersten. Mit zahlreichen Paraden hatte der starke Heinevetter die DHB-Auswahl gerade in der Anfangsphase vor einem höheren Rückstand bewahrt.

„Im Großen und Ganzen war das tipptopp“, sagte Heinevetter. „Sehr gute Leistung von Heine, da kann man nur den Hut vor ziehen“, meinte Torwartkollege Andreas Wolff. Bundestrainer Dagur Sigurdsson war auch mit Blick auf die harten Trainingseinheiten der vergangenen Tage zufrieden mit der Vorstellung seiner Schützlinge. „Wir mussten ein bisschen Gas geben, auch wenn sie müde sind“, sagte der Coach und meinte: „Es wird auf die Kleinigkeiten ankommen.“

Noch lange nicht zufrieden

Der DHB-Auswahl bleiben nun noch neun Tage, um die vereinzelten Schwächen im Abwehrverbund abzubauen. Am 13. Januar startet das Team gegen Ungarn in die Weltmeisterschaft. „Es ist immer schwer zu sagen, wie weit man schon ist und wie weit die anderen Mannschaften sind. Es gibt immer noch Steigerungsbedarf“, sagte Kapitän Uwe Gensheimer.

Sigurdssons Mannschaft hatte die Partie unsicher begonnen, konnte sich jedoch von der ersten Minute an auf ihren Torhüter verlassen. Heinevetter war vor dem Anwurf für sein 150. Länderspiel im DHB-Dress ausgezeichnet worden und ist der mit Abstand dienstälteste Akteur im WM-Kader. Nach einigen Orientierungsproblemen im neu formierten Rückraum schaltete dann aber auch die Offensive des deutschen Teams in den WM-Modus.

Auch ohne den an der Wade verletzten Rechtsaußen Tobias Reichmann zeigte sich der Europameister extrem treffsicher. Gegen die weitestgehend harmlosen Gäste hatte Deutschlands Abwehrverbund nur im zweiten Durchgang leichte Probleme, als die Rumänen einige Konter erfolgreich ausführten. Ernsthafte Chancen auf den Sieg besaßen sie aber zu keiner Zeit.

Der Formtest gegen die Osteuropäer war der Auftakt in die heiße Phase der Weltmeisterschaftsvorbereitung. „Rumänien ist nicht der Gegner, an dem wir uns messen müssen“, warnte Torwart Wolff. Sigurdsson wird mit seinen Spielern nun in der Sportschule Kamen-Kaiserau weiter an seiner Taktik für die WM tüfteln, am kommenden Montag folgt in Kassel die Generalprobe gegen Österreich. dpa

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04.01.2017, 06:00 Uhr

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