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Was Glaube kostet

Scientology verdient Geld – mit „Religion“

Eine Religion, die sich auf Wissenschaften stützt, weltweite Sozialprogramme unterstützt und einen weltberühmten Filmstar zu ihren Mitgliedern zählt, hört sich nach der perfekten Kirche an. In Wahrheit handelt es sich um Scientology, eine Organisation, die als Sekte eingestuft wird und der ein sehr schlechter Ruf vorauseilt. Ein Aussteiger berichtet.

24.07.2012

L. Ron Hubbard, der Gründer von Scientology und Science-Fiction-Autor, schrieb 1952 quasi die „Bibel“, auf die sich seither enorm viele Mitglieder stützen. Doch diese Kirche ist schon lange kein amerikanisches Phänomen mehr, auch wenn sie in den USA am stärksten ist. Die meisten Mitglieder kommen aus Berufen, wo Leistungsfähigkeit angesagt ist. So war es auch bei einem Scientology-Aussteiger aus der Gegend, der lieber anonym bleiben möchte. Bei einem Seminar wollte er lernen, effektiver zu arbeiten. Dass es von einem Anhänger der „Church of Scientology“ gehalten wurde, wusste er zunächst nicht. Als er davon erfuhr, war er zuerst sehr schockiert und abgeneigt. Bis er sich näher damit beschäftigte und Hubbards Bücher las. Danach fand er diese Kirche ganz interessant und blieb mehrere Jahre dabei.

Irgendwann brach er seine „Ausbildung“ bei Scientology ab – da war er schon Tausende Euro ärmer. Bei Scientology gibt es verschiedene Stufen der persönlichen Entwicklung zu erreichen, die Ausbildung dazu müssen die Mitglieder sich allerdings mit (viel) Geld erkaufen. Michael Rinder, langjähriger Chef des Scientology-Geheimdiensts und mittlerweile Aussteiger, sprach in einem Interview vom „Geist der Aasgeier“ (Süddeutsche Zeitung vom 14. Januar 2012).

Scientology behauptet, jeder, der dies möchte, könne aussteigen. Allerdings berichten Leute, die dies wirklich getan haben, von psychischem Druck. Unser Gesprächspartner wollte das vermeiden und berief eine Pressekonferenz ein, als er sich vor vielen Jahren verabschiedete – die Öffentlichkeit sollte im Schutz bieten. Dennoch habe er hinterher „Telefonterror“ erlebt. Wie schwierig es ist, sich von Scientology loszusagen, zeigt auch die Vielzahl der Organisationen, die beim Aussteigen helfen. Marvin Graewert, 16

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24.07.2012, 12:00 Uhr

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