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München

Seehofer gibt bei Obergrenze nach

CSU-Chef nähert sich an Position der Bundeskanzlerin an.

24.10.2016
  • DPA

München. Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat ein Einlenken im monatelangen Streit mit der CDU über eine Obergrenze von 200 000 Flüchtlingen pro Jahr signalisiert. „Wir sind uns in den letzten Wochen in vielen Punkten näher gekommen“, sagte der bayerische Ministerpräsident dem „Spiegel“. Die CSU-Forderung nach einer Obergrenze ist der zentrale Punkt im Streit zwischen Seehofer und Bundeskanzlerin Angela Merkel über den Kurs in der Flüchtlingspolitik. Die CDU-Chefin lehnt eine solche Grenze strikt ab.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte Seehofer gesagt: „Die Obergrenze von 200 000 Zuwanderern pro Jahr ist – neben Humanität und Integration der Schutzbedürftigen – ein zentraler Punkt meiner Politik.“

Bis heute ist unklar, ob die Vorsitzenden – wie traditionell üblich – den jeweiligen Parteitag ihrer Schwesterpartei besuchen. Laut „Spiegel“ sind Merkel und Seehofer übereingekommen, dass solche Auftritte derzeit nicht sinnvoll seien, da ein unfreundlicher Empfang drohe.

Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber stellte sich in der Frage der Kanzlerkandidatur hinter die CDU-Chefin: „Angela Merkel ist unsere Kandidatin. Daran kann es keinen Zweifel geben.“

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24.10.2016, 06:00 Uhr

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