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Kommentar CSU

Seehofer pokert weiter

Horst Seehofer treibt es gerne bis zum Äußersten. Und dieses Äußerste ist aus seiner Sicht im Streit mit Angela Merkel und der CDU um die Obergrenze für Flüchtlinge immer noch nicht erreicht. Auch nicht nach mehr als einem Jahr Disput, Demütigungen und Drohungen.

07.01.2017
  • PATRICK GUYTON

Wer glaubte, die CSU-Klausur im Kloster Seeon könnte einen Durchbruch im zerrütteten Verhältnis der Schwester-Parteien bringen, wurde enttäuscht. Ein bisschen mehr geht immer noch, denkt sich Seehofer. Der Vorschlag von jährlich zu bestimmenden flexiblen Obergrenzen wurde vom CSU-Chef ebenso schnell verworfen wie von Kanzlerin Merkel – aus unterschiedlichen Gründen. Seehofer glaubt, er kann noch näher an die Zahl von maximal 200 000 Flüchtlingen gelangen.

Zugleich weiß er, dass er möglichst geeint mit der CDU in den Wahlkampf ziehen muss. Die Idee von einer isolierten CSU in der Opposition ist zerstörerisch – die Partei wäre abgeschnitten und nur ein bayerisch-folkloristischer Sprengsel im bundespolitischen Gefüge. Seehofer aber pokert weiter. Das Spiel wird immer riskanter, und die Zeit drängt.

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07.01.2017, 06:00 Uhr

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