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Erfolg dank treuer Mitarbeiter

Seit 25 Jahren ist die Firma Neuman Aluminium in Rottenburg / Manche Krise gemeinsam überstanden

Neuman Aluminium gehört zu den größten Firmen im Rottenburger Industriegebiet „Siebenlinden“. Vor 25 Jahren eröffnete die ehemalige Zweigstelle der Tubex Firmengruppe.

11.07.2014
  • Katharina Tomaszewski

Rottenburg. Als die Firma Neuman Aluminium 1989 ihre Zweigstelle im Rottenburger Gewerbe- und Industriegebiet „Siebenlinden II“ eröffnete, war dort noch wenig bebaut. „Von der Werkhalle aus bis zur Wurmlinger Kapelle hatte man freie Sicht“, weiß Geschäftsführer Matthias Hübschen von früheren Fotos. Bei der Eröffnung hieß das Werk noch „Dr. Ing. Martin Dipper Fließpresswerk GmbH“ und war Teil der Tubex Firmengruppe.
1999 wurde das Werk in die Neuman Aluminium Firmengruppe überführt und in Neuman Aluminium umbenannt. Seitdem hat die Firma viele Höhen und Tiefen erlebt, konnte aber dank neuer Produktlinien, treuer Mitarbeiter und dem Rückhalt der Firmengruppe konkurrenzfähig bleiben. So erwirtschaftete Neuman Aluminium bei der Eröffnung in Rottenburg etwa 14 Millionen Mark Umsatz pro Jahr, heute sind es zirka 14 Millionen Euro, also doppelt so viel.
Die Mitarbeiterzahl hat sich seitdem kaum verändert, rund 100 Leute sind dort beschäftigt. Die Firma betreibt ein Umweltmanagementsystem nach dem Standard ISO 14001, das 2006 zum ersten Mal zertifiziert wurde. Das bedeutet, dass bei der Produktion unter anderem Ressourcen geschont werden und unnötiger Strom- und Gasverbrauch vermieden wird.
Seit zwölf Jahren ist Matthias Hübschen bei Neuman Aluminium tätig, seit 2007 als Geschäftsführer. In dieser Zeit hatte Hübschen einige Krisen zu bewältigen. Der Betrieb musste 2008 während der Finanz- und Wirtschaftskrise wegen schwacher Auftragslage Kurzarbeit anmelden. Er entließ auch einige Mitarbeiter, weil eine Produktlinie komplett wegfiel. Gut ein halbes Jahr später wurde die Kurzarbeit beendet. „In dieser Zeit hatten wir etwa 40 Prozent weniger Einnahmen“, erinnert sich Hübschen.
2012 gab es einen Großbrand bei einem wichtigen Lieferanten für Rohmaterial; mehr als zwei Monate lang konnte er nicht liefern. Durch die Kontakte innerhalb der Firmengruppe konnte Neuman Aluminium anderweitig Rohstoffe beziehen und weiter produzieren. Das Hagelunwetter 2013 war der bisher jüngste Rückschlag. Das Dach der Werkhalle wurde dabei durchlöchert, und Wasser trat ein. „Es war großartig, wie die Mitarbeiter damals mit angepackt haben“, berichtet Hübschen. Dank dieser Hilfe musste die Produktion lediglich einen Tag unterbrochen werden. Das Dach konnte schnell instand gesetzt werden, weil über ein Schwesterunternehmen bezirksübergreifende Kontakte zu geeigneten Dachdeckerunternehmen herstellen konnte.
Bei der Firmenfeier am vergangenen Freitag waren fast 250 Mitarbeiter und Angehörige, Lieferanten, Partner sowie Rottenburgs Oberbürgermeister Stephan Neher und der Inhaber von Neuman Aluminium, Dr. Cornelius Grupp, anwesend. Hübschen lobte in seiner Festrede die langjährigen, erfahrenen Mitarbeiter. Zudem hätten innovative Produktideen, eine vom Konzept überzeugte Firmenleitung und die Zusammenarbeit mit langjährigen Partnern wie Kunden und Lieferanten zum Erfolg beitragen.
40 Prozent der Mitarbeiter sind laut Hübschen seit mehr als 20 Jahren im Betrieb tätig, fast 60 Prozent seit über zehn Jahren. Neuman Aluminium bietet alle drei Jahre drei Ausbildungsplätze an, für einen Industriekaufmann und zwei Industriemechaniker. Die Ausbildungsplätze der Industriemechaniker sind vergeben, zum September 2015 wird der Ausbildungsplatz zum Industriekaufmann neu vergeben.

Info Am 19. Oktober lädt Neuman Aluminium bei der Gewerbeschau „Naseweiser Sonntag“ Besucher in sein Werk ein.

Seit 25 Jahren ist die Firma Neuman Aluminium in Rottenburg / Manche Krise gemeinsam überstanden
Neuman Aluminium in Rottenburg, Geschäftsführer Matthias Hübschen. Bild: Tomaszewski

Die Neuman Aluminium Gruppe beliefert so gut wie alle deutschen Automobilhersteller mit Zubehörteilen: Komponenten für Airbags, Gurtstraffer, Brems- und Lenkungssysteme, Teile für Stoßdämpfer, Fahrwerke, Schaltsysteme, Kraftstoffversorgung und Klimaanlagen. Innerhalb der Firmengruppe hat sich das Fließpresswerk Rottenburg besonders im Bereich von teil- und vollautomatisierten, auf Linien gefertigten Großserien einen Namen gemacht. Neben der Wärmebehandlung können hier in Rottenburg auch anspruchsvolle CNC-Bearbeitungen gemacht werden. gef

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11.07.2014, 12:00 Uhr

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