Freudenstadt · Migration

Seit dem Brand fehlen 40 Plätze

Der Landkreis Freudenstadt sucht weiterhin dringend nach Wohnraum für Geflüchtete.

05.08.2022

Von NC

Bis Mittwoch dieser Woche, 3. August, wurden im Landkreis Freudenstadt insgesamt 1174 Geflüchtete aus der Ukraine registriert, wie das Landratsamt mitteilt. Davon werden aktuell 76 Menschen in Unterkünften, die der Landkreis zur kurzzeitigen Unterbringung angemietet hat, beherbergt.

Im Juli 2022 wurden dem Landkreis aus der Erstaufnahmestelle des Landes 51 Personen zugewiesen, in der ersten Augustwoche waren es 35. Insgesamt 211 Geflüchtete kamen bislang in die Unterbringung durch die Städte und Gemeinden.

Die Gesamtzahl der registrierten Geflüchteten entspricht jedoch nur annähernd dem tatsächlichen Stand der im Landkreis anwesenden ukrainischen Flüchtlinge. Grund hierfür sei einerseits, dass von den Ausländerbehörden lediglich die Registrierungen erfasst werden, nicht jedoch Abgänge in andere Landkreise oder in die Heimat. Außerdem könne es sein, dass sich bislang nicht registrierte Geflüchtete im Landkreis aufhalten könnten.

In den Unterkünften des Landkreises für Geflüchtete aus anderen Ländern befinden sich derzeit 539 Personen. Dort wurden im Juli und August 2022 jeweils 23 Neuzugänge aufgenommen. Erfahrungsgemäß steigen die Zuweisungszahlen im Herbst an.

Durch den Brand in der Flüchtlingsunterkunft in Alpirsbach Ende Mai sind dem Landkreis jedoch 40 Plätze verloren gegangen, die bislang nicht ersetzt werden konnten. Das Landratsamt ist daher weiterhin dringend auf der Suche nach geeignetem Wohnraum für Flüchtlinge aus anderen Ländern, vor allem werden Gemeinschaftsunterkünfte, Wohnhäuser oder Wohnungen benötigt. Hierfür geeignete Objekte können dem Leiter des Amts für Migration und Flüchtlinge, Julian Aleker, telefonisch unter 07441/9206170 oder per E-Mail an aleker@kreis-fds.de gemeldet werden.

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Erstellt:
05.08.2022, 18:59 Uhr
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zuletzt aktualisiert: 05.08.2022, 18:59 Uhr

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