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Selfie-Beweis: Jetzt steht die Ministerriege der Genossen
Generalsekretär Lars Klingbeil nimmt sich auf mit Andrea Nahles, Katarina Barley, Svenja Schulze, Olaf Scholz, Hubertus Heil, Franziska Giffey, Michael Roth und Heiko Maas. Foto: Lars Klingbeil/SPD/dpa
SPD

Selfie-Beweis: Jetzt steht die Ministerriege der Genossen

Große Geheimnisse haben die Sozialdemokraten gestern nicht mehr gelüftet. Die Präsentation der Minister für das neue Kabinett diente eher der innerparteilichen Stimmungsaufhellung.

10.03.2018
  • Mathias Puddig

Berlin. Die SPD kann wieder lachen. Gegen Mittag verschickt Generalsekretär Lars Klingbeil ein Foto an die Parteimitglieder. Weil ja „meine Selfies so beliebt sind“, schreibt er über das Bild, das ihn selbst, Fraktionschefin Andrea Nahles und die Riege der künftigen Kabinettsmitglieder aus der SPD zeigt: Am unteren Bildrand präsentieren Nahles, Katarina Barley und Svenja Schulze ihre schönsten Lächeln. Dahinter stehen gut gelaunt Heiko Maas, Michael Roth, Franziska Giffey und Hubertus Heil. Selbst Olaf Scholz zieht die Mundwinkel hoch.

Gut zwei Stunden zuvor hatte die SPD im Willy-Brandt-Haus verkündet, wer für sie in Merkels Kabinett geht. Wobei von Verkündung eigentlich keine Rede sein konnte. Bereits am Morgen wusste das ganze Regierungsviertel, dass Hubertus Heil das Arbeitsministerium übernimmt. Damit war auch der letzte Posten im künftigen Kabinett Merkel durchgestochen worden, und der Termin, zu dem die SPD in ihre Parteizentrale geladen hatte, sorgte für keine Überraschung mehr sondern nur noch für schöne Bilder. Das wusste auch Scholz: Als er die Zuschauer zur „Vorstellung der sozialdemokratischen Ministerinnen und Minister“ begrüßte, huschte sogar über sein hanseatisches Steingesicht ein Lächeln.

Wie erwartet, gehört er selbst dem künftigen Kabinett als Finanzminister an. Als Vizekanzler kommt ihm zudem die Rolle zu, das Handeln der sechs SPD-Minister zu koordinieren. Die künftige Parteichefin Nahles traut ihm das auch zu. „Olaf Scholz hat eine große Leidenschaft“, sagte sie. „Nämlich gut zu regieren.“ Schon in der vergangenen Legislaturperiode saßen Heiko Maas und kurz Katarina Barley am Kabinettstisch. Sie bleiben, wechseln allerdings die Ministerien: Maas folgt dem geschassten Sigmar Gabriel ins Außenamt. Barley füllt die Lücke, die Maas im Justizministerium hinterlässt.

Das Familienministerium geht an Franziska Giffey, die Noch-Bezirksbürgermeisterin von Neukölln. Wie Giffey hat auch Svenja Schulze, die zweite Unbekannte in der Regierung, ihren Aufstieg zumindest zum Teil dem Regionalproporz zu verdanken. Die künftige Umweltministerin stammt aus Nordrhein-Westfalen, wo die SPD ihren mitgliederstärksten Landesverband hat.

Mit Hubertus Heil zieht ein Niedersachse ins Kabinett ein. Das war erwartet worden, nachdem die SPD im Herbst die dortigen Landtagswahlen überraschend gewonnen hat. An Ministerpräsident Stephan Weil führt seitdem kaum ein Weg vorbei. Offen war nur noch, ob es wirklich Heil wird. Auch über Thomas Oppermann war spekuliert worden.

Mit der offiziellen Benennung der SPD-Minister ist das vierte Kabinett von Angela Merkel vollständig. CDU und CSU haben bereits ihre Kandidaten vorgestellt. Am Mittwoch wird die Kanzlerin gewählt. Anschließend werden sie und ihre Minister vereidigt, und dann können alle wieder lachen.

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10.03.2018, 06:00 Uhr

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