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Service für Langschläfer

15.10.2019

Von DAVID NAU

Studenten haben ja nicht gerade den Ruf, besonders fleißig zu sein. Statt sich um 8 Uhr in die langweilige Vorlesung zu den Grundlagen der modernen Sprachwissenschaft zu quälen, bleiben sie lieber im Bett und schlafen ihren Rausch von der vorabendlichen WG-Party aus. So ein Studentenleben ist eben ziemlich anstrengend. Dass das inzwischen natürlich nicht mehr wahr ist, sei hier zur Ehrenrettung der Bachelor- und Masterkandidaten am Rande erwähnt.

Nahrung erhält dieses Bild jetzt allerdings durch ein Modellprojekt, das die Techniker Krankenkasse (TK) gemeinsam mit einem Münchner Medizinunternehmen durchführt. Bei #ealth4Students können Studenten mit Fieber, Kopfweh oder Hautausschlag sich ganz bequem vom Bett aus von einem Arzt behandeln lassen. Möglich macht's die Telemedizin. Praktisch, oder?

Bei der Begründung für den Service beweist die Krankenkasse Fingerspitzengefühl: Ausschlaggebend sei die Tatsache, dass man fürs Studium oft in eine neue Stadt ziehe und dort noch keinen Arzt des Vertrauens habe – und nicht die Faulheit des gemeinen Studenten.

In den Genuss der Behandlung per Internet kommen allerdings zunächst nur Studenten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Uni Heidelberg, die auch noch bei der TK versichert sein müssen. Das sind gerade einmal 7000.

Und auch für die gibt es noch einen Haken: Brauchen sie eine Krankschreibung, müssen sie wie jeder andere schwänzende Student weiterhin in die Arztpraxis, um den gelben Schein abzuholen. David Nau

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Erstellt:
15. Oktober 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Oktober 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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