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Kommentar

Seufzer der Erleichterung

05.12.2016
  • KNUT PRIES

Brüssel. Mit den Vorhersagen der Meinungsforscher, heißt es, lasse sich nichts mehr anfangen. Falsch – man nehme das Gegenteil der Prognosen, dann stimmt die Peilung wieder. Bei Brexit und Trump lagen die professionellen Bürgerversteher neben der Spur. Jetzt, in Österreich, schon wieder. Macht nichts – was zählt, ist die Entscheidung der Wähler. Und die lagen diesmal goldrichtig. Wie es aussieht, hat Alexander Van der Bellen, der silberhaarige Herr mit der grün-linken Vergangenheit, das Double geschafft. Norbert Hofer von der FPÖ ist erneut geschlagen.

Österreich wird also doch nicht das erste EU-Land, das sich in freier Wahl dafür entscheidet, die höchste Position im Staate einer Rechtsaußen-Partei anzuvertrauen. Eine Premiere gibt es trotzdem: Erstmals zieht ein Oppositioneller in die Hofburg ein. Es ist nicht der adrette Volkstümler Hofer. Es ist der abgeklärte Alpen-Kretschmann Van der Bellen, der im Laufe der langen Kandidatur alles Oppositionelle abgelegt hat. Durch Europa geht ein Seufzer der Erleichterung. Nicht wegen der Bedeutung des Amts, die ist begrenzt. Sondern wegen der Signalwirkung.

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05.12.2016, 06:00 Uhr

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