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Shitstorm gegen Lidl in Tschechien
Die Zentrale der LIDL Stiftung & Co. KG in Neckarsulm. Foto: Marijan Murat/Archiv dpa
Prag

Shitstorm gegen Lidl in Tschechien

Wegen einer Werbekampagne mit einem schwarzen Model sieht sich die Supermarkt-Kette Lidl in Tschechien rassistischen Parolen ausgesetzt.

06.01.2017
  • dpa

Prag. Bis Freitagnachmittag erschienen auf der Facebook-Seite des Discounters Dutzende hasserfüllte Kommentare von Internet-Usern. Unter anderem war die Rede von einer «Ausrottung der weißen Rasse» durch Multikulturalismus. Lidl Tschechien wies die Kommentare mit dem Hinweis zurück: «Wir leben im Europa des 21. Jahrhunderts, in dem Menschen verschiedener Ethnien zusammenleben.»

Den Kunden gab das zur Schwarz-Gruppe in Neckarsulm gehörende Unternehmen einen Rat: «Je mehr man von der Welt sieht, desto mehr Toleranz entwickelt man gegenüber anderen - darum stammen unsere Models aus allen Enden der Welt.» Einige Nutzer begrüßten das.

Der Ausländeranteil liegt in Tschechien nur bei rund 4,5 Prozent. Während der Flüchtlingskrise schottete sich das Land weitgehend gegen Schutzsuchende ab. Fremdenfeindliche Gruppierungen bekamen in den vergangenen Monaten verstärkt Zulauf.

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06.01.2017, 18:18 Uhr | geändert: 06.01.2017, 16:11 Uhr

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