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Kommentar zu den Tarifverhandlungen bei der Bahn

Show der Lokführer

17.12.2016
  • DIETER KELLER

Berlin. Entwarnung für alle, die in nächster Zeit mit der Bahn fahren wollen: Es droht zumindest kein neuer Streik der Lokführer, auch wenn sich deren Gewerkschaft GDL mit dem Staatskonzern noch nicht auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt hat. Das liegt nicht daran, dass der stets kampfbereite GDL-Chef Klaus Weselsky plötzlich zahm geworden wäre. Vielmehr wurde im vergangenen Jahr vereinbart, dass die GDL erst nach einer Schlichtung streiken darf.

Es ist wieder einmal auffällig: Anfang der Woche hat sich die Bahn mit der konkurrierenden Gewerkschaft EVG nach längeren Verhandlungen, aber ohne Streik geeinigt: Die Mitarbeiter bekommen nicht nur 2,5 Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung. Sie können sich auch 2018 entscheiden zwischen einer weiteren Erhöhung, einer Stunde weniger Arbeit pro Woche oder sechs Tagen mehr Urlaub. Das ist eine Premiere in der Tariflandschaft, eine neue und spannende Form der Flexibilisierung.

Möglichst das Gleiche will die Bahn mit der GDL vereinbaren, schon um nicht in der Belegschaft unterschiedliche Regeln zu haben. Es gehört aber offensichtlich zum Verständnis der Lokführer, dass sie das nicht so einfach unterschreiben, sondern erst mal auf die Barrikaden gehen. Etwas mehr rationales Verhalten wäre besser. Aber offenbar braucht Weselsky etwas Show für seine Mitglieder.

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17.12.2016, 06:00 Uhr

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