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400 von 570 Beschäftigten kamen auf dem Werksgelände in Kilchberg zusammen

Siemens-Betriebsrat informierte über geplante Stellenstreichungen

„Wir haben hier Arbeit bis unters Dach, viele Kollegen machen Überstunden und arbeiten auch samstags“, ärgert sich Michael Vogelgsang über die Pläne, am Kilchberger Siemens-Standort bis Ende 2016 insgesamt 22 Stellen zu streichen.

09.06.2015
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Kilchberg. Zunächst hieß es, dass im Tübinger Getriebemotorenwerk mit rund 570 Beschäftigten lediglich vier Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Vogelgsang, der bei Siemens in der Getriebe-Fertigung arbeitet, nahm als einer von etwa 400 Beschäftigten im Werkhof an einer „Betriebsratsinfo für die Belegschaft“ teil. Neben dem Betriebsratsvorsitzenden Ismayil Arslan sprach dort Ernst Blinzinger, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Reutlingen-Tübingen.

Die Gewerkschaft IG Metall protestierte am Dienstag bundesweit mit einem Aktionstag gegen die Streichung von Arbeitsplätzen bei Siemens. Der Industriekonzern will nach Informationen der IG Metall weltweit 4500 Stellen streichen, davon 2200 in Deutschland. Was den Tübinger Betriebsratsvorsitzenden Arslan, zugleich Mitglied im Gesamtbetriebsrat, richtig sauer macht, ist eine aktuelle Bekanntmachung der Unternehmensleitung: Fast zeitgleich mit der Ankündigung, die 22 Stellen in Kilchberg zu streichen, habe die Geschäftsleitung den Betriebsrat informiert, sechs neue Leiharbeiter einstellen zu wollen.

Für Arslan wie auch für Blinzinger geht es in dem aktuellen Konflikt um mehr als die 22 Arbeitsplätze: „Es geht um die Zukunft des Standorts“, sagte Arslan dem TAGBLATT. Wenn die Arbeit schon jetzt für die Belegschaft nur mit Überstunden zu schaffen sei, damit keine Liefertermine gefährdet werden – „wie soll das dann mit immer weniger Leuten machbar sein?“ Gemeinsam mit der IG Metall will Arslan nun um jeden Arbeitsplatz ringen, wenn nichts anderes hilft auch mit Mitteln des Arbeitskampfs. Die Siemens-Manager in Nürnberg und München forderte er auf, die Kilchberger Belegschaft bei der Suche nach besseren Vertriebswegen und Produktionsabläufen einzubeziehen.

Siemens-Betriebsrat informierte über geplante Stellenstreichungen

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09.06.2015, 12:00 Uhr

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