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Westafrika

Sierra Leone feiert Ende der Ebola-Epidemie

Jubelfeiern auf den Straßen im afrikanischen Staat Sierra Leone. Das Land gilt offiziell als frei von Ebola, weil die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 42 Tagen keine neue Erkrankung an Ebola mehr registriert hat.

09.11.2015
  • DPA

Freetown Die Epidemie war vor eineinhalb Jahren ausgebrochen und hat 3600 Menschen das Leben gekostet. Die Dunkelziffer ist unbekannt.

Mehr als 8700 Ebola-Infektionen sind in Sierra Leone registriert worden. Dazu tausende Verdachtsfälle. Der erste Ebola-Fall in Sierra Leone war am 24. Mai 2014 registriert worden.

In Liberia ist die Ebola-Epidemie bereits im September für beendet erklärt worden. Inzwischen gibt es nur noch in Guinea vereinzelt Neuansteckungen. Insgesamt sind der Epidemie in den drei Ländern der WHO zufolge etwa 11 300 Menschen zum Opfer gefallen.

Präsident Ernest Bai Koroma sagte, die Seuche und die Vorsichtsmaßnahmen - etwa die Verbote von physischen Kontakten und von traditionellen Bestattungen - hätten Kultur und Land verändert. "Die Krankheit hat die Grundlagen unseres menschlichen Daseins herausgefordert."

Forscher haben kürzlich vor verfrühter Euphorie gewarnt: Männer könnten nach einer überstandenen Ebola-Erkrankung noch mindestens neun Monate Bestandteile des Erregers in der Samenflüssigkeit haben.

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09.11.2015, 12:00 Uhr

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