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Take-That-Musical

Sind wir schon so alt geworden? Ja.

Die Musik von Take That kommt als Musical auch in Deutschland auf die Bühne.

13.04.2019

Von DPA

Take That heute. Von links Gary Barlow, Howard Donald, Mark Owen. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Berlin. Take That: Entweder man war froh, wenn man bei „Never Forget“ den Radiosender wechseln konnte. Oder man liebte die Band und pflasterte die Wände in den 1990ern mit Postern. Take That, das war Herzschmerz und Autoscooter, heimliches „Bravo“-Lesen und Schwärmerei.

Knapp 30 Jahre später kommt die Musik der Boygroup als Musical nach Deutschland zurück. Sind wir schon so alt geworden? Das Stück findet darauf eine schnelle Antwort. Ja, irgendwie schon. Am Donnerstag ist „The Band – das Musical“ in Berlin gezeigt worden, im Herbst folgt München.

Um eins vorweg zu nehmen: Es geht nicht wirklich um Take That. Stattdessen dreht sich die Geschichte um fünf Mädchen im Jahr 1993. Laut den Nachrichten im BBC-Videotext läuft gerade „Jurassic Park“ in den Kinos und Bill Clinton wird als US-Präsident vereidigt.

Die Mädchen sind Fans einer Boygroup. Die Band wird nicht weiter benannt, singt aber Take-That-Lieder. Also Musik mit langgezogenen Oooohs und Texten, die im Ohr bleiben, aber lieber nicht übersetzt werden sollten. Nach einem Konzert kommt es zu einem Unfall. Die Frauen verlieren den Kontakt und begegnen sich nach 25 Jahren wieder.

Das Musical erzählt etwas über Schwärmereien, Freundschaft und die Frage, was aus frühen Hoffnungen wird. Die Frauen vergleichen, was sie früher sein wollten und was aus ihnen geworden ist. Die Musik ist dabei so etwas wie eine Tapete im Leben der Fans, so hat es die Band zuletzt in einem Interview der „Berliner Zeitung“ genannt.

Wie viele wohl versucht haben, ihre Beziehung mit „Back For Good“ zu kitten? Oder das Bee-Gees-Cover „How Deep Is Your Love?“ aufgelegt haben? Viele kennen den Kinderchor am Anfang von „Never Forget“ und den Text von „Relight My Fire“ („. . . your love is my only desire“).

Take That gelten als eine der erfolgreichsten Bands Großbritanniens. Auf ihren Bühnen landeten Teddys und Liebesbriefe. 1995 stieg Robbie Williams aus, 1996 kam die Trennung, ein Drama für viele Teenager. Es folgten Comeback, Drogenprobleme, Konzerte, neue Abschiede.

Mittlerweile sind von fünf Mitgliedern noch drei als Band unterwegs. Gary Barlow, Mark Owen und Howard Donald haben heute Bärte und Familien. Das Musical haben sie mitproduziert.

Auf der Bühne stehen die Schauspielerin Heike Kloss („Alles Atze“) und DSDS-Gewinner Prince Damien. Zum Einsatz kommen Nebelmaschinen. Windmaschinen. Konfettimaschinen. Und wenn die Mitglieder der Boyband mit nacktem Oberkörper und Kriegerhelm antreten, dann hat man auch mal den Eindruck, in einer Show der Chippendales zu sitzen.

In Großbritannien lief das Musical schon länger, nun ist es erstmals außerhalb Großbritanniens zu sehen. Ob die Produktion so erfolgreich wird wie dort, bleibt abzuwarten. Julia Kilian

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Erstellt:
13. April 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. April 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. April 2019, 06:00 Uhr

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