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Ski alpin

Slalom macht große Sorgen

Heute in Flachau haben die deutschen Rennläuferinnen ihre letzte WM-Chance.

10.01.2017
  • DPA

Flachau. Im österreichischen Flachau kämpfen die besten Slalom-Damen der Welt um Prestige und richtig viel Geld – für die deutschen Technikerinnen geht es beim Nachtspektakel aber um bescheidenere Ziele. Nach bislang schwachen Vorstellungen haben einige Fahrerinnen nur noch heute (17.45/20.45 Uhr/live bei Eurosport) die Chance, sich für die WM zu qualifizieren oder zu empfehlen.

Weil sich aus der Slalom-Truppe bislang einzig Lena Dürr den fixen Startplatz für den Saisonhöhepunkt im Februar erkämpft hatte, ist die Stimmung im Deutschen Skiverband (DSV) eher gedämpft. „Wir kommen zu langsam vorwärts“, hadert Alpin-Chef Wolfgang Maier. Dabei gab es in Flachau schon Grund für deutschen Slalom-Jubel: Maria Höfl-Riesch etwa feierte im Salzburger Land einen Sieg und zwei zweite Plätze. Diese Zeiten sind aber längst vorbei. Inzwischen ist Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg die einzige deutsche Weltklasse-Fahrerin – wie übrigens auch Felix Neureuther bei den Männern. „Was das Podium angeht, sind wir wie bei den Frauen mit Rebensburg eine One-Man-Show“, sagt Maier zu den Vorzeige-Athleten. Das Talent scheint auch in der Slalom-Fraktion vorhanden. Dürr etwa ließ im Herbst in Killington mit einem sechsten Rang aufhorchen, der ihr früh den sicheren WM-Startplatz bescherte. Die Form und Konstanz konnte sie aber nicht halten, am Sonntag in Maribor rutschte sie nach einem soliden ersten Lauf von Platz 10 auf 21 zurück.

Zweites Top-15-Ergebnis nötig

Auch Christina Geiger war mit Rang 18 nicht zufrieden, reichte dies doch noch nicht für die WM-Qualifikation. „Das wurmt schon sehr“, gab die erfahrene Allgäuerin zu. Sie ist dann sicher in der Schweiz dabei, wenn sie in Flachau ihr zweites Top-15-Ergebnis in diesem Winter einfährt. Andere wie etwa Maren Wiesler oder Junioren-Weltmeisterin Elisabeth Willibald benötigen dagegen schon eine Überraschung, um sich für die WM zu qualifizieren. Vor allen Wiesler erfüllte mit den Plätzen 26, 17 und 23 sowie drei Ausfällen die Erwartungen nicht. „Sie wäre eine, die den Schritt hätte machen müssen und sich zwischen 10 und 15 festsetzen“, meint Maier. „Aber da fehlt die Stabilität.“ Nur wer einmal unter die „Top 8“ oder zweimal unter die „Top 15“ in einem Weltcup-Slalom fährt, bekommt vom DSV das WM-Ticket. dpa

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10.01.2017, 06:00 Uhr

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