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Walter Tigers beim ersten Training

So groß, so jung, so hungrig

Die Tübinger Bundesliga-Basketballer trafen sich gestern zum ersten gemeinsamen Training – und Trainer, Manager wie Spieler versprühen gut sieben Wochen vor dem Saisonstart großen Optimismus.

14.08.2012
  • bernhard schmidt

Tübingen. Tigers-Cheftrainer Igor Perovic stand bei seiner ersten Ansprache vor versammelten Mannschaft quasi im Schatten: Noch nie waren die Tübinger Bundesligaspieler so groß. Nicht nur körperlich groß, ergänzt umgehend Tigers-Manager Robert Wintermantel, sondern auch „so jung und so hungrig wie noch nie“. Wintermantel ist sich sicher, dass diese Mannschaft etwas besonderes ist und etwas bewegen wird: „Ich habe sehr viel Vertrauen in dieses Team.“ Der Tigers-Manager ist außerdem stolz darauf, dass der Coup mit den beiden deutschen A 2-Nationalspielern Robert Oehle und Johannes Lischka geklappt hat.

In der vergangenen Saison waren die gänzlich neu zusammengestellten Tigers nur schwer in die Gänge gekommen, nun soll die Mannschaft, auf fünf Positionen unverändert, möglichst erfolgreicher starten. Mit Blick auf jene Spieler, die zum Saisonende bestens harmonierten, fordert der Cheftrainer: „Ihr dürft nicht mit dem zufrieden sein, was wir vergangenes Jahr erreicht haben, sondern müsst euch weiterentwickeln.“

Es sei sein Ziel, so Perovic weiter, jeden einzelnen Spieler, ob etabliert oder neu zum Team gestoßen, zu einem noch höherem Level zu führen und so weit zu bringen, dass er seinen besten Basketball spielt. Deshalb habe er in der Vorbereitung viele Testspiele gegen namhafte Gegner organisiert, darunter Partien gegen den Meister Bamberg und den Vize Ulm. „Bis zum Saisonstart sind wir bei hundert Prozent“, verspricht Perovic.

Die Spieler, die zum Großteil erst am Wochenende in Tübingen eingetroffen sind, hatten sich in der Heimat, die meisten in den Vereinigten Staaten, fit gehalten und so auch kein Problem, gestern den medizinischen Check zu bestehen. Josh Young beispielsweise hat in Oklahoma zusammen mit Jacob Burtschi, der von Frankfurt nach Bremerhaven gewechselt ist, trainiert und in den USA an seinem Deutsch gefeilt. Mit seiner neuen Rolle als Spielmacher erster Wahl hat Young kein Problem. „Ich bin bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen“, sagt Young. Er verspricht, alles dafür zu tun, dass die Neuen gut ins Team finden. Young, ganz unbescheiden, hat große Ziele: „Wir wollen Geschichte schreiben und in die Playoffs.“

Mit derartigen Prognosen ist Kenny Frease, der neue 130-Kilo-Koloss unterm Tigers-Korb, noch vorsichtig. „Natürlich wollen wir möglichst viel erreichen. Aber noch kenne ich das Team zu wenig, um etwas vorherzusagen.“ Er sei glücklich, so Frease, ein Teil dieser Mannschaft zu sein. „Und ich bin überzeugt, dass die Chemie stimmen wird.“

Center Robert Oehle, hat sich schon vor Wochen in Tübinger umgeschaut und die Unistadt ins Herz geschlossen. Vergangene Woche ist er dann mit seiner Freundin an den Neckar gezogen. Von den Teamkollegen ist der von Gießen zu den Tigers gewechselte Spieler angetan – und auch vom Klima in Schwaben: „Hier scheint immer die Sonne.“

So groß, so jung, so hungrig
Zum Teil frisch aus dem Flieger (von links): Kenny Frease, Douglas Davis, Reggie Redding, Trainingsgast Akeem Vargas, Josh Young, Tyrone Nash, Vaughn Duggins und Julian Albus vor dem ersten (Lauf-)Training auf dem Sand. Bild: Ulmer

Kaum in Tübingen angekommen, mussten die Tigers gestern gleich zum Waldlauf auf den Sand. Wie auch in den Jahren zuvor sollen die Athletiktrainer Marius Broening und Stefan Wenk Ausdauer und Athletik der Tigers trimmen. „Wir müssen ihnen jetzt erst einmal den Jetlag aus den Beinen holen“, sagt Igor Perovic. Der Tigers-Cheftrainer ist glücklich, so viele große Spieler zu haben, legt aber auch großen Wert auf deren Fitness. „Die Liga ist stark und es wird sehr schnell gespielt, darauf müssen wir die Großen einstellen.“ Gerade die Korbspieler haben oft den längsten Weg, sagt Tiger-Manager Wintermantel: „In puncto Schnelligkeit ist bei Kenny Frease noch einiges zu machen.“

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14.08.2012, 12:00 Uhr

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