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Peking

So verdient WeChat in China Geld

Der chinesische Konzern Tencent ist Facebook dicht auf den Fersen. Der Internetriese hat seinen Dienst WeChat mit Online-Bezahlmodellen verknüpft.

21.02.2014

Von FELIX LEE

Peking Facebook schluckt WhatsApp. Dieser Zusammenschluss dürfte die Dominanz von Facebook festigen - aber nur vorerst. Denn Zuckerberg hat die Rechnung ohne einen chinesischen Anbieter gemacht. Internetriese Tencent prescht mit seinen sozialen Onlinediensten ebenfalls mit großen Schritten voran. Mit seinem Kurznachrichtendienst WeChat (chinesisch Weixin) zählt der chinesische Anbieter nach eigenen Angaben bereits rund 600 Mio. Nutzer, davon 100 Mio. im Ausland. Was das chinesische Pendant von WhatsApp vor allem unterscheidet: Mit WeChat verdient Tencent auch schon Geld.

Facebook-Chef Zuckerberg hat bislang offen gelassen, wie er den gigantischen Kaufpreis von 19 Mrd. Dollar für WhatsApp wieder einspielen will. Einnahmen über Gebühren und Werbeanzeigen hat er ausdrücklich ausgeschlossen. Auch WeChat verzichtet auf Werbung und Gebühren, wird sie wohl als Einnahmequellen aber auch nicht benötigen. Auf der App findet sich die Rubrik "Stickershop". Für umgerechnet unter einem Euro lässt sich die Liste an Emoticons erweitern unter anderem mit Walt Disney-Figuren oder den Schwämmen von Spongebob. Zudem bietet WeChat seit vergangenem Jahr Online-Spiele an, auf die der Nutzer dazu verleitet wird, Zubehör zu kaufen - gegen echtes Geld.

Allein mit Stickershop und den Einnahmen aus den Online-Spielen hat WeChat bereits den Sprung in die schwarzen Zahlen geschafft. Seit Jahresbeginn will WeChat richtig durchstarten: mit einem eigenen Bezahldienst.

Unter anderem bei McDonalds kann der registrierte Nutzer mit der geöffneten WeChat-App auf seinem Smartphone einen Code scannen und darüber bargeldlos bezahlen. Online-Bezahldienste boomen in China bereits seit einiger Zeit. Marktführer war jedoch bislang der chinesische Anbieter Alipay von Tencent-Konkurrent Alibaba. Mit WeChat ist Tencent nun auch im lukrativen elektronischen Bankengeschäft auf Aufholjagd - demnächst dann weltweit.

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Erstellt:
21. Februar 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
21. Februar 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Februar 2014, 12:00 Uhr

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