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Nürnberg

Solarmodulbetrug: Firmen im Visier der Zollfahnder

In den Sog der Ermittlungen gegen ein Nürnberger Unternehmen wegen Zollbetrugs bei der Einfuhr chinesischer Solarmodule sind jetzt auch Lieferanten und Betreiber von Solarparks in Baden-Württemberg geraten.

22.03.2018

Von dpa/lsw

Solarmodule sind zu sehen. Foto: Sven Hoppe/Archiv dpa/lsw

Nürnberg. Bei einer bundesweiten Razzia hätten Beamte elf Tatverdächtige festgenommen, die mit 35 im Verdacht stehenden Firmen verflochten seien, teilte das Zollfahndungsamt München am Donnerstag mit.

Bei der Razzia seien am Dienstag 21 Wohn- und Geschäftsräume - darunter in Freiburg, Heidelberg, Bad Waldsee und Kißlegg - durchsucht worden, berichtete Behördensprecher Christian Schüttenkopf. An der Aktion waren 170 Zollfahnder beteiligt. Die Ermittler hätten sich dabei auf Unterlagen und Computerdaten gestützt, auf die sie bei einer Razzia im Oktober 2017 bei dem verdächtigten Nürnberger Unternehmen gestoßen seien. Den ins Visier der Ermittler geratenen Solarparkbetreibern und Lieferanten werfen die Zollfahnder Steuerhehlerei vor.

Die Nürnberger Firma steht im Verdacht, bei der Einfuhr von Solarmodulen aus China Zölle in Höhe von mehr als 30 Millionen Euro hinterzogen zu haben. Die Abnehmer der chinesischen Solarmodule seien daran mit etwa fünf Millionen Euro beteiligt, erläuterte Schüttenkopf.

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Erstellt:
22. März 2018, 13:49 Uhr
Aktualisiert:
22. März 2018, 12:50 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. März 2018, 12:50 Uhr

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