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Nur gucken, nicht baden

Soll der Kirchentellinsfurter Baggersee Naturschutzgebiet werden?

Der Baggersee könnte, wenn es die Kirchentellinsfurter Bürger so wollen, Naturschutzgebiet werden. Sie sollen mitreden, bevor der Gemeinderat über die Zukunft des Sees entscheidet.

27.06.2012
  • Sabine Lohr

Kirchentellinsfurt. Es sind Hunderte, die an schönen Sommerwochenenden den Kirchentellinsfurter Baggersee und die Wiesen drumherum bevölkern. Doch die meisten kommen nicht aus Kirchentellinsfurt, sondern zum größten Teil aus dem Stuttgarter Raum. Das belegen die Autonummern auf dem Parkplatz.

Dieser Zustrom von außen ist der Verwaltung ein Dorn im Auge, denn die Gemeinde profitiert kein bisschen von der größten Attraktion im Ort. Im Gegenteil: Jedes Jahr zahlt sie an die 30 000 Euro – vor allem fürs Aufräumen nach den Wochenenden. Dazu kommt noch, dass sich an Sommerabenden die Schwulenszene dort trifft, was vielen auch nicht passt.

Es soll also etwas geschehen, darüber sind sich die Gemeinderäte einig. Von der Idee, ein Hotel am Ufer anzusiedeln, sind sie inzwischen abgekommen – es würde sich nicht lohnen, wie ein Gutachten festgestellt hat. Jetzt haben sie neue Ideen. Sie reichen von einer Verbesserung des Status quo mit Einstiegshilfen in den See und Sitzmöglichkeiten über einen Natursee mit Wanderwegen bis hin zur Ausweisung als Naturschutzgebiet, in dem das Baden nicht vorgesehen ist – verbieten kann man es nicht.

Der Gemeinderat hat sich in einer Klausurtagung mit diesen Szenarien beschäftigt (wir berichteten), eine Entscheidung will er aber nicht fällen – und kann es auch nicht, wie einige Räte freimütig bekannten. Sie wollen deshalb die Bürger an der Entscheidungsfindung beteiligen und rufen sie deshalb dazu auf, sich bei der Verwaltung zuhauf zu Wort zu melden und zu sagen, wie sie sich die Zukunft des Sees vorstellen. Allerdings nur die Kirchentellinsfurter Bürger. Schließlich gehe es darum, Geld auszugeben, das der Gemeinde an anderer Stelle dann fehle.

Profitieren vom See sollen, geht es nach dem Gemeinderat, vor allem die Kirchentellinsfurter. „Wir wollen den Zulauf von außen ausbremsen“, sagte Barbara Krahl (GAL). Darum dürfe die Attraktivität des Baggersees nicht gesteigert werden.

Bei einer Bürgerversammlung am 18. Oktober, soll das Thema bei einer Bürgerversammlung diskutiert werden. Archivbild: Metz

Soll der Kirchentellinsfurter Baggersee Naturschutzgebiet werden?

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27.06.2012, 12:00 Uhr

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