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Ergenzinger Dorffest: Motto "Ab in den Süden"

Sommer ist, wenn man trotzdem feiert

Beim 10. Ergenzinger Dorffest am Wochenende hielt das Wetter sich nicht so ganz an das Motto „Ergenzingen in Urlaubsstimmung – ab in den Süden“. Die Besucher ließen sich trotzdem nicht verdrießen, auch wenn sie sich am Samstagabend in warmer Jacke ins Zelt setzen mussten.

23.07.2012
  • Werner Bauknecht

Ergenzingen. Die regelmäßig einsetzenden, kurzen Regengüsse am Samstagnachmittag wurden von den schon zahlreichen Besuchern einfach ignoriert. Auf der Marktplatzbühne unterhielten die Ergenzinger Schulkinder die Gäste mit Singen und Tanzen, selbst eine Trommelgruppe sorgte für das südländische Flair eines Urlaubsorts.

Gewohnt launig führte Birgit Reinke durchs Programm, ehe sich gegen 17 Uhr die Trommelkinder auf den Weg machten. Sie führten die Besucher zu den einzelnen Stationen der „Kunstmeile“ mit ihren Ausstellungen, zum Beispiel in der Kreissparkasse, der Volksbank und im Rathaus. Wer sich auf eigene Faust auf den Weg machen wollte, brauchte bloß den bunten auf die Straße geplatschten Barfußspuren zu folgen.

Vor dem Rathaus hatten die Kinder Kernzeitbetreuung „den bunten Turm von Klein Paris“ gebastelt. Gegenüber hingen bunte Bänder aus den Ästen der Bäume. Im Rathaus stellten Bettina Baur ihre digital bearbeiteten Fotos und Gertrud Bobeil-Mayer ihre Keramikkunst aus. Bilder von Ingeborg Neef gab es in der Volksbank zu besichtigen, Seifen aus Ziegenmilch – zum Beispiel in Form von Zwiebeln – in der Kreissparkasse.

Sommer ist, wenn man trotzdem feiert
Sie haben das Zeug zur Kultband: die“singenden Handballerinnen“

Den Kirchplatz hatte die veranstaltende Vereinsgemeinschaft zur südländischen „Piazza“ erklärt, und folgerichtig gab es zu stimmungsvollen „Cantones“ italienisches Ambiente – eingetopfte Palmen inklusive.

Kunsthandwerkstraße zum Flanieren

Vor dem Waldhorn erstreckte sich der Strand für die Beach-Party – mit aufgeschüttetem Sand, Liegestühlen und „Ballermann 6“-Musik für die jüngeren Semester. Selbst eine Strandolympiade stand auf dem Programm. Zum Flanieren und Shoppen hatten Händler eine Kunsthandwerkstraße aufgestellt, die quasi zum Kauf von Mitbringseln aus dem Urlaub animierte.

Am hinteren Ende des Marktplatzes bildeten je ein Schnaps-, Bier- und ein Stand mit Wein aus der Golser Partnergemeinde ein magisches Dreieck, das die Gäste zum Verweilen und Schwätzen einlud.

Sommer ist, wenn man trotzdem feiert

Am frühen Abend enterten die „Singenden Handballerinnen“ unter Leitung von Gabi Weinmann die Bühne vor der Kirche. Mit ihren Sprüchen und Witzen könnte Weinmann vermutlich ein ganzes Programm bestreiten. Aber auch die Lieder sorgten für ausgelassene Stimmung unter den zahlreichen Gästen. Gassenhauer wie „Ein Schiff wird kommen“ oder „Seemann“ von Freddy Quinn brachten selbst die Besucher an den Stehtresen zum Schunkeln. Die Band hat eindeutig Kult-Potenzial.

Währenddessen machte sich die Coverband „No Age Limit“ auf der Marktplatzbühne zum Abrocken fertig. Bereits zum dritten Mal spielten sie auf dem Dorffest, wie der Sänger stolz anmerkte. Als die Bühnenbeleuchtung und gleichzeitig die bunten Birnen im Festzelt angingen, spielte die Band zur Einstimmung „Ab in den Süden“. Strandpartystimmung machte sich breit. Allerdings: „Das erinnert mich an den Weihnachtsmarkt“, sagte ein Besucher – und zog den Mantel enger um sich.

Doch mit ihrem Sixties-Rock machte die Band die Wettereskapaden vergessen. Im vollen Zelt rückten die Gäste einfach enger zusammen. Und dass es Currywurst ohne Curry gab, weil man es vergessen hatte, sorgte eher für Belustigung als für Ungemach. Das Angebot war ohnehin urlaubsreif: Cevapcici neben Calamares, Paella und Schnitzelwecken.

Sommer ist, wenn man trotzdem feiert

Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst mit Prozession, ehe der Musikverein Ergenzingen zum Frühschoppen aufspielte. Am Nachmittag kam die Stunde der Kinder auf der Marktplatzbühne. Modenschau, Rock’n Roll, Trommelgruppe oder Flötenkreis boten ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. Für die mutigeren Kleinen gab es eine Bungee-Anlage, für die anderen Hüpfburg und Kinderkarussell, ehe gegen halb sechs das Fest zu Ende ging.

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23.07.2012, 12:00 Uhr

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