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Deutsch lernen und mehr

Sommerkurse mit 170 Studierenden aus aller Welt

Bei den Internationalen Sommerkursen der Universität kann man viel lernen, nicht nur (aber vor allem) Hochdeutsch. 170 Studierende aus aller Welt sind für einen Monat in Tübingen.

07.08.2012
  • Hans-Joachim Lang

Tübingen. Besuch bei einer lokalen Bierbrauerei, Brezel-Workshop, Schwäbischer Kochkurs, Wanderexkursionen: Beim Deutschlernen werden viele Sinne angesprochen. Und damit die Sprachschüler/innen nicht nur die Deutsche Sprache, sondern auch ihre landestypischen Sprecher kennenlernen, wird viel Unterrichtszeit außerhalb der Kursräume verbracht.

Tübingen mit eigenem Profil

Mittlerweile sind es die 28. Sommerkurse, die an der Universität veranstaltet werden. Sie haben in der Konkurrenz mit ähnlichen Veranstaltungen in ganz Deutschland ihr eigenes Profil ausgebildet. Dennoch müssen die Veranstalter stets die Interessen und Wünsche der potenziellen Kunden ausloten, um nicht den Anschluss zur Nachfrage zu verlieren.

Donato Tangredi, Leiter der Abteilung Deutsch als Fremdsprache und Interkulturelle Programme, lässt bereits anklingen, dass demnächst eine große Strukturreform ins Haus steht. Doch das Ergebnis soll nicht austauschbar sein, Tübingen will Tübingen bleiben und neben der Sprache auch Land und Leute näherbringen.

Sommerkurs und Sommerakademie

Wie immer ist das Sommerprogramm für „Deutsch als Fremdsprache“ der Eberhard-Karls-Universität in zwei Teile gegliedert: Zum einen in den Sommerkurs für Studierende, die sich im Spektrum zwischen Anfängern mit Grundkenntnissen und oberem Mittelfeld einordnen lassen. Und zum anderen in die Sommerakademie für Teilnehmer mit guten bis sehr guten Deutschkenntnissen.

Die Sprachschüler/innen mit den geringeren Sprachkenntnissen werden in acht Klassen unterschiedlicher Niveaus eingestuft. Außerhalb des Kursunterrichts gibt es, je nach Interesse, noch die Möglichkeit im Chor zu singen, Theater zu spielen oder zu tanzen. Auch beim gemeinsamen Sport kann man die Sprachkompetenz ausbilden – wenn möglich in Deutsch.

Sommerkurse auf Englisch wären sofort ausgebucht, ist sich das Leitungsteam sicher. Doch Teammitglied Volker Schmidt hielte es für einen falsch verstandenen Ausweis von Internationalität, ließe man Deutsch als Wissenschaftssprache fallen. Dieser Trend bildet sich quantitativ in der geringeren internationalen Nachfrage nach der diesjährigen Sommerakademie für die Fortgeschrittenen ab. Für sie wurden nur drei Klassen eingerichtet.

Die Sommerakademie-Teilnehmer haben zusätzlich noch die Möglichkeit, thematische Schwerpunktthemen wie „Interkulturelle Kommunikation“, „Philosophie“ und „Wirtschaft“ zu belegen.

Zusätzlich finden Nachmittagsseminare zu literarischen, kulturellen und politischen Themen statt, unter anderem zu „60 Jahre Baden-Württemberg“. In Projektarbeiten werden sich die Teilnehmer aber auch selbstständig beispielsweise mit der Tübinger Kunstszene oder der Ökostadt Tübingen beschäftigen können.

Rund 170 Studenten aus 30 Ländern lernen seit gestern in Tübingen vier Wochen lang Deutsch. Die größte Gruppe kommt mit 36 Studierenden aus Japan. Die nächststärksten Länder sind Russland (20 Studierende), Italien (18), USA (17), Brasilien und Spanien (11), dazu kommen unter anderem Gäste aus Bosnien und Herzegowina, Estland, Kasachstan und Taiwan. Etwa ein Drittel erhält ganz oder teilweise ein Stipendium: Die Uni unterstützt acht Studierende aus ost- und mitteleuropäischen Partnerhochschulen sowie Südafrika und Hong Kong, die Stadt Tübingen zwei aus der Partnerstadt Petrosawodsk.

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07.08.2012, 12:00 Uhr

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