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Kommentar VW

Sparwelle mit harten Folgen

VW fährt auf Sicht - so umschreibt Konzernchef Matthias Müller die Lage, in die sich die Wolfsburger durch ihre Abgasmanipulationen hinein manövriert haben. Das lässt nichts Gutes ahnen.

21.11.2015

Von KAREN EMLER

Denn es bedeutet, dass Investitionen nicht nur - wie bereits angekündigt - gekürzt werden, sondern auch, dass viele Vorhaben auf Eis gelegt werden dürften.

Das wiederum trifft zum einen die Belegschaft des Wolfsburger Konzerns selbst, die voraussichtlich einen Großteil ihrer Zeitarbeiter und Werksvertrags-Beschäftigten verlieren wird. Zum anderen wird es Auswirkungen haben auf die weitere Entwicklung bei den VW-Töchtern und natürlich auch auf den Geschäftsverlauf der Zulieferer.

Dieser Mechanismus ist aus Branchenkrisen bestens bekannt: Gerät ein Autohersteller in Stress, müssen es die Lieferanten büßen. Aufträge werden zurückgezogen, neue nicht mehr erteilt. Die Preise werden gedrückt bis zum Geht-nicht-mehr und Entwicklungskosten bei den Zulieferern abgeladen.

In Baden-Württemberg sitzen viele klassische Zulieferer - vom Ölwannen-Hersteller bis zum Sensoren-Spezialist. Für die Maschinen- und Anlagenbauer ist die Autobranche der wichtigste Kunde. Folglich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die VW-Sparwelle den Südwesten mit Wucht treffen wird.

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Erstellt:
21. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
21. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. November 2015, 12:00 Uhr

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