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Symbol der Sicherheit

Spatenstich für den Neubau des Polizeipostens

Der Mössinger Polizeiposten wird von der Bahnhofstraße in die Karl-Jaggy-Straße an der Ecke zur Langen Straße ziehen. Am Dienstag war Spatenstich. Innerhalb eines Jahres soll der Neubau fertig sein.

25.08.2010

Mössingen. „Einen Spaten in die Hand zu nehmen, ist eine feine Sache“, sagte Bernd Selbmann am Dienstag Vormittag, als auf der Wiese an der Karl-Jaggy-Straße mit der Nummer 36 das Signal zum Neubau für den Polizeiposten gegeben wurde. Der leitende Baudirektor vom Tübinger Landesamt für Vermögen und Bau begrüßte im Festzelt zahlreiche Vertreter aus Landes- und Lokalpolitik, aus der Verwaltung und natürlich aus der Polizei.

Spatenstich für den Neubau des Polizeipostens
An die Spaten, fertig, los! (von rechts): Bernd Selbmann, Leiter des Tübinger Landesamtes Vermögen und Bau, der Erste Landesbeamte Hans-Erich Messner, der baden-württembergische Landespolizeipräsident Prof. Wolf Hammann, der Leiter der Tübinger Polizeidirektion Thomas Züfle, Staatsekretär Stefan Scheffold, Oberbürgermeister Werner Fifka, der Leiter des Polizeipostens Mössingen Jürgen Adam, Dieter Schneider, ranghöchster Polizeibeamter des Landes, der Leiter des Polizeireviers Tübingen Erwin Dieringer und Architekt Thorsten Kock.

Die Spatentaktfrequenz im Land werde derzeit durch die finanzkrisenbedingten Konjunkturprogramme erhöht, in diesem Fall bekomme die Stadt mit dem gelungenen Entwurf eines Architektenteams aus Stuttgart einen „vernünftigen Polizeiposten“. Was dessen Leiter, Hauptkommissar Jürgen Adam, intensiv an der Planungsphase „mit allen Irrungen und Wirrungen“ beteiligt, und seine Kollegen besonders freuen werde.

Stefan Scheffold, Staatsekretär im Finanzministerium, maß der Polizei „hohen Stellenwert in der Landespolitik“ bei, in die „Neuunterbringung“ des örtlichen Postens mit seinen 16 Vollzugsplanstellen investiere das Land zwei Millionen Euro aus dem Landesinfrastrukturprogramm, um passende Rahmenbedingungen zu schaffen.

Das zweigeschossige kompakte Gebäude mit geothermischer Wärmeversorgung und Garagentrakt auf einer Nutzfläche von 580 Quadratmetern passe städtebaulich genau. „Der Posten ist der Vorposten unseres Kontaktes zum Bürger“, sagte Landespolizeipräsident Wolf Hammann, mit dem neuen Domizil werde man besser für die öffentliche Sicherheit sorgen können.

Er lobte den rührigen Polizeiposten und die Stadt für die Zusammenarbeit, in der Jugendarbeit, in Netzwerken, bei Prävention und Verkehrserziehung, die einen Rückgang der Kriminalität gebracht habe.

Mit dem alten Standort seien Personen, Geschichten und Erinnerungen verbunden. Hammann erinnerte an die Bahnhofstraßen-Zeiten, als Jakob Leist Mössinger Postenführer war und mit gerade festgenommenen Delinquenten im Beiwagen, den Kollegen auf dem Sitz hinter sich, durch Mössingens Straßen tuckerte. Der Sechs-Volt-Käfer, der dem Motorrad folgte, musste erst angehalten werden, um die Lichtmaschine in Gang zu setzen.

Spatenstich für den Neubau des Polizeipostens
So soll der Neubau im kommenden Jahr aussehen.

Leists Zeichensprache war berühmt, so genügte sein erhobener Zeigefinger, um fahrradfahrende Buben zur Einhaltung der Straßenverkehrsordnung zu bewegen. „Die Zeiten haben sich geändert“, im neuen Haus wird modernste Technik zur Anwendung kommen.

„Wir freuen uns riesig“, so der Tübinger Kriminaldirektor Thomas Züfle, an dem modernen Bauwerk an zentraler Stelle und seinem transparenten Ambiente. In der Blumenstadt lasse es sich bereits jetzt „unter Sicherheitsaspekten sehr gut leben“, das neue Haus werde ein „Symbol der Sicherheit“.

Auch der Erste Landesbeamte, Hans-Erich Messner ist erfreut, dass sich die schwierigen Bedingungen für die Polizei deutlich verbessern. Oberbürgermeister Werner Fifka sprach frei heraus: Ein Spatenstich zum Neubau eines Polizeireviers, um das die Stadt seit dreieinhalb Jahrzehnten kämpft, wäre ihm deutlich lieber gewesen.

Dennoch freute er sich darüber, dass in den Bauplänen schon eine Erweiterung in Richtung Revier vorgesehen ist. „Es wäre ein spürbarer Fortschritt, wenn in unserer Region die offizielle Polizei-Sollstärke tatsächlich vorhanden wäre.“ Er prophezeite, dass auch sein Nachfolger noch einige Jahre mit dem Revier-Thema befasst sein werde. Dann zog er die Baufreigabe für Aushub und Kanalisation aus der Tasche, mit der der Spatenstich rechtlich erst zulässig werde. Worauf zehn Herren zu zehn Spaten griffen und zehn Stiche in die aufgelockerte Erde taten. Um sich dann im Spatenstichfestzelt einen Imbiss zu genehmigen.

Hammann wiederum erinnerte an eine Kuriosität der Mössinger Geschichte, den Nutzgarten, den besagter Polizist Leist in der Bahnhofstraße einst angelegt hatte. Passanten blieben oft stehen, um das Wachstum der Tomaten und Bohnen, die hier aufgezogen wurden, zu verfolgen und zu belobigen. Er regte an, dem Leist-Garten-Vorbild zu folgen und beim neuen Posten einen Blumenstadt-Ziergarten anzulegen, mit Sonnenblumen und der Mössinger Mischung.

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25.08.2010, 12:00 Uhr

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