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Noch nicht vom Tisch

Spediteur Kurt Plathe traf sich gestern mit Metrans-Vertretern

Der Nagolder Spediteur Kurt Plathe hat die Pläne für einen Güterumschlagplatz am Eutinger Bahnhof noch nicht aufgegeben. Gestern Abend traf er sich mit Vertretern der Logistikfirma Metrans.

11.11.2015

Von Dunja Bernhard

Eutingen. Der mögliche Investor und der zuliefernde Spediteur eines Terminals für Kombinierten Verkehr (KVT) am Eutinger Bahnhof trafen sich gestern Abend, um zu beraten, ob die Pläne für einen Umschlagplatz weiter verfolgt werden sollen.

Für Kurt Plathe ist es eindeutig, dass der Bürgerentscheid sich nur auf die gemeindeeigenen Flächen im Gewerbegebiet bezog. „So stand es in der Informationsbroschüre?, sagte er bei einem Telefonat mit der SÜDWEST PRESSE. Die Bahngewidmeten Flächen sind zum Verkauf für einen Umschlagplatz ausgeschrieben. „Da kommt so ein Teil drauf, egal mit welchem Käufer?, ist Plathe überzeugt. Er kann überhaupt nicht verstehen, dass das Allgemeinwohl aufgrund eines Bürgerentscheids so einfach vernachlässigt werden kann. Im Schienenverkehr gebe es schwere Defizite, berichtete er. Der Ausgang des Bürgerentscheids sei eine krasse Ohrfeige für den Gemeinderat: „Die Gemeindeverwaltung konnte mit ihren Argumenten nicht überzeugen.?

Eutingen als

gallisches Dorf

Das sei nun schon das dritte Großprojekt, dass die Eutinger versuchten zu boykottierten. Kurt Plathe: „Die sehen sich wohl als gallisches Dorf.?

Der Vertrag über den Kauf der Bahnflächen, erklärte der Spediteur, liege schon unterschriftsreif in der Schublade. Wie es jetzt weiter gehe, hab er jedoch nicht allein zu entscheiden: „Das entscheidet der Investor.? Als Spediteur wolle er jedoch an den Plänen festhalten.

Seit vier Jahren liefen die Planungen jetzt schon. Die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald habe viele Standorte entlang der Gäubahn für einen Umschlagplatz erwogen. Es fand sich jedoch kein Standort entlang der Hauptstrecke, der geeignet gewesen wäre, sagte Plathe ? „außer Eutingen.? Der neue Bahnhof habe die Infrastruktur für Güterverkehr. Der Untergrund stimme, und „zehn Gleise lagen dort früher drin.?

Da die Bahn eigene Terminals betreibe, habe sie kein Interesse, weitere „Mainstreamterminals? um Stuttgart zu stärken. Deshalb habe sich der Investor für Eutingen auf den Seehafenhinterlandverkehr konzentriert. Hier sei das Güteraufkommen überschaubar.

Bei einem Railport sei das Potenzial viel größer. Deshalb habe er auch während der Diskussion immer wieder darauf hingewiesen, dass es in Eutingen nicht um einen Railport gehe. „Wir arbeiten mit fairen Karten.? Beim einem KVT in Eutingen gehe es um 2000 Container pro Jahr, die durch den Ort in Richtung Freudenstadt und Horb transportiert würden. „Diese Verkehre gehen jetzt schon ungehindert durch den Ort?, sagte Plathe.

Eutinger Unternehmer hatten drei Tage vor dem Bürgerentscheid in einer Pressemitteilung erklärt, an konstruktiven Gesprächen mit der Verwaltung über den Erwerb und die Nutzung der Gewerbeflächen, die seit über 20 Jahren brach liegen, interessiert zu sein. Bis gestern Mittag lagen keine konkreten Vorschläge bei der Gemeindeverwaltung vor.

Dunkle Wolken über dem Eutinger Trafohäusle unweit des Heimatmuseums: Möglicherweise eine eindrucksvolle November-Aufnahme mit Strahlkraft für die Gäu-Gemeinde angesichts der noch nicht ganz beendeten Entwicklung um das KVT. Bild: Kuball

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Erstellt:
11. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
11. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. November 2015, 12:00 Uhr

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