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Spider Man 3

Befriedigender Abschluss der Trilogie: visuell oft aufregend, inhaltlich streckenweise überladen.

Befriedigender Abschluss der Trilogie: visuell oft aufregend, inhaltlich streckenweise überladen.

Spider Man 3

© null 02:41 min

SPIDER MAN 3
USA

Regie: Sam Raimi
Mit: Tobey Maguire, Kirsten Dunst, James Franco, Rosemary Harris, Thomas Hayden Church

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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24.11.2015
  • Magdi Aboul-Kheir

Wie passend, dass Spider-Man mit seinen neuen Abenteuern zum "Tag der Arbeit" in die Kinos kommt. Denn er hat mehr denn je zu tun: mehr Feinde, mehr Stress mit der Freundin und vor allem mit sich selbst. "Spider-Man 3" ist ein vollgepacktes Kino-Spektakel um Selbstfindung, Rache und Vergebung. Sowie um Menschen und Monster, die in Häuserschluchten umherwirbeln und sich gegenseitig auf die Birne hauen.

Zunächst ist alles ganz super: Spider-Man alias Peter Parker ist ein von allen gefeierter Held, an der Uni und im Job läuft es gut, die Liebe zu Mary Jane gedeiht. Nur mit dem einst besten Freund Harry - der hält ihn für den Mörder seines Vaters - gibt es keinen Frieden. Doch als Harry nach einer Auseinandersetzung unter Amnesie leidet, scheint sich selbst das Problem in Luft auszulösen - durch die sich der Held nach wie vor elegant schwingt.

Dann ziehen dunkle Wolken auf. Eine mysteriöse fremde Macht bemächtigt sich Peter, und so wie sich sein Spinnen-Anzug schwarz färbt und ihm neue verführerische Kräfte verleiht, verdüstert sich sein Innenleben: Selbstverliebt und rachsüchtig wird er, entfremdet sich Mary Jane, tut ihr weh. In Harry erwacht derweil wieder der Hass auf Peter, und als ob der nicht schon genug mit sich und seinen Nächsten zu tun hat, bekommt er es auch noch mit zwei Bösewichtern der besonderen spezialeffektreichen Sorte zu tun: mit Sandman und Venom.

Zu feinem Popcorn-Kino und weltweiten Kassenknüllern wurden die ersten beiden Spider-Man-Filme vor allem deshalb, weil sich Regisseur Sam Raimi - trotz oder vielleicht sogar wegen all der atemberaubenden Action - Zeit für die Entwicklung der Charaktere und ihrer Beziehungen nahm. So entstand eine sympathische, wohltuende Balance aus Spektakel und Gefühl, Spannung und Humor.

In "Spider-Man 3" setzt Raimi das fort, er spinnt alle Fäden weiter. Doch hat er nun mit all den alten und neuen Figuren und Handlungssträngen so viel zu tun, dass es kaum in 140 Minuten passt. Den Protagonisten werden schon arge emotionale Achterbahnfahren zugemutet: Da wird gerungen, gelitten, geliebt und, ja, auch gestorben; es ist ein Verzehren, Verletzen und Verzeihen, bis schließlich jeder Topf seinen Deckel hat beziehungsweise eines auf den Deckel bekommt.

Ganz so virtuos und abgerundet wie in den Vorgängerfilmen vermag Raimi das hier nicht zu erzählen, wozu auch einige fast läppische Zufälle beitragen, derer sich das Drehbuch bedient (die schwarze Macht fällt etwa wortwörtlich vom Himmel). Technisch gibt es natürlich nichts zu mäkeln - die Tricktüftler toben sich hier aus bis zum finalen Zwei-gegen-zwei-Showdown.

Tobey Maguire gibt erneut den Superhelden von nebenan; wenn er plötzlich böse wird, trägt er die Haare leicht verwegen, Cajal um die Augen und ansonsten etwas dick auf. Kirsten Dunst darf als Mary Jane nicht nur schmachten, sondern auch mal singen, ist aber eher unterfordert. Unterfordert ist James Franco als Harry nicht, sondern wie eh und je der Grobmime des Trios. Die Nebenrollen sind klasse besetzt; im Gedächtnis bleibt der kantige Thomas Haden Church, der als Sandman zuweilen vom Winde verweht wird und mindestens so traurig wie böse dreinschaut - denn selbst die Monster haben hier eine sehr menschliche Geschichte.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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16.05.2007

12:00 Uhr

Batman schrieb:

Sieht man mal von technisch einwandfreien aber teilweise total überladenen und fürs menschliche auge kaum nachvollziehbaren Actionszenen ab, bleibt von dem lang erwarteten Film leider nichts weiter übrig, als eine richtig schlechte, klischeebedienende, zum Teil sehr kitschige Amikacke (auch ohne die ganz tolle Flaggeneinspielung) übrig. Wirklich schade, aber die ersten beiden Teile waren um Längen besser als dieser absolut platte Abschluss der Triologie.



11.05.2007

12:00 Uhr

shevad schrieb:

Allen schlechten Kritiken zum Trotz hangelt Spiderman weiter in der ersten Liga. Auch wenn der Film stellenweise etwas konstruiert wirkt, puzzlehaft und naiv, so ist es doch der persönlichste und emotional vielschichtigste Film der Reihe, da es hier weniger um das Wohl der Stadt und seiner Bewohner geht als vielmehr um das Seelenheil der Figuren. Figuren, die uns mittlerweile sehr ans Herz gewachsen sind.



10.05.2007

12:00 Uhr

Der wei schrieb:

Der weiße Hai ist wieder da!!!



10.05.2007

12:00 Uhr

HCAC schrieb:

Naja teilweise öde dann wieder Aktion allso ich hab schon bessere gesehen und vom Hocker hats mich auf jeden fall nich gerissen.



10.05.2007

12:00 Uhr

Michael schrieb:

Besser hätten sie die Geschichte nicht zu Ende erzählen können.



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