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Eigentlich friedlich

Spieltag eins nach Paris: Fan-Randale stört die Fußball-Bundesliga

Mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen und dem Bemühen um Normalität hat die Bundesliga auf die Attentate von Paris und die Absage des Länderspiels in Hannover reagiert. Bei zwei Spielen kam es zu Krawallen.

23.11.2015
  • GRA

Stuttgart Im Starkregen wird die verschärfte Kontrolle am Stadiontor zum Geduldspiel. Hunderte von Zuschauern wurden am Samstag klatschnass, weil sie auf dem Weg in die Mercedes-Benz-Arena lange warten mussten, während der Himmel sich über ihnen ergoss. Einige fluchten, die meisten ertrugen es mit Geduld. Als der Stadionsprecher verkündete, die Partie des VfB gegen den FC Augsburg werde aufgrund der Verzögerungen am Eingang 15 Minuten später angepfiffen, jubelten viele der Wartenden - und die Anhänger auf den Rängen pfiffen laut und lange.

Die feuchte und wenig fröhliche Tortur am Einlass war jedoch der einzige grobe Unterschied zu den vergangenen Heimspielen der Stuttgarter. Es lag an dem magerem Spiel, dass die Laune der meisten Gäste stark getrübt war - und keinesfalls an der ausgeprägten Angst vor einem Terroranschlag. Die Verantwortlichen des VfB agierten am ersten Spieltag nach den Attentaten von Paris und der Absage des Länderspiels in Hannover genauso professionell wie alle anderen Gastgeber am Wochenende. Vor dem Spiel gab es eine Trauerminute für die Opfer von Paris - dann regierte der Fußball. In Köln konterten die Anhänger dem Terror beim Spiel gegen Mainz mit gewohnt flotten Plakatsprüchen wie "Ihr habt die Waffen, wir haben das Kölsch", viele Anhänger trugen dort auch T-Shirts mit dem Aufdruck "Tore statt Terror".

Normal im negativen Sinne, an Tagen wie diesen umso betrüblicher war die Kunde, dass es vor den Partien Schalke gegen Bayern und Gladbach gegen Hannover an diesem keineswegs normalen Spieltag schwere Ausschreitungen gab. Die Polizei nahm 196 gewaltbereite Fans fest und von weiteren 238 die Personalien auf.

Spieltag eins nach Paris: Fan-Randale stört die Fußball-Bundesliga
Verschärfte Kontrollen: Vor der Stuttgarter Arena bildeten sich am Samstag lange Schlangen, die Partie wurde 15 Minuten später angepfiffen. Foto: Getty

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23.11.2015, 12:00 Uhr

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