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Sponsor, Verband, Post-SV und Stadt wollen das Event in Tübingen auch 2017 organisieren
Baden gegangen: Triathletinnen klettern im Juli 2016 aus dem Neckar. In diesem Jahr haben sich die Frauen des Post-SV Tübingen für die 2. Bundesliga qualifiziert – und dürfen nun doch auf einen Heim-Start hoffen. Am 6. August könnte die dritte Auflage des City-Triathlons folgen.Archivbild: Ulmer
Rückzug vom Rückzug: Neuer Anlauf für den City-Triathlon

Sponsor, Verband, Post-SV und Stadt wollen das Event in Tübingen auch 2017 organisieren

Triathleten brauchen vor allem: Ausdauer. Das gilt auch für die Tübinger Freunde des sportlichen Dreikampfs. Die mussten Anfang der Woche einen Tiefschlag wegstecken, als die Veranstalter des City-Triathlons via Internet das Aus für die diesjährige dritte Auflage vermeldeten.

27.01.2017
  • Hansjörg Lösel

Eine Veranstaltung dieser Größenordnung lasse sich in innerstädtischer Lage nur realisieren, „wenn viele involvierte Parteien an einem Strang in dieselbe Richtung ziehen und Lasten fair verteilt werden“, hieß es auf der Homepage, erst 2018 sei wieder eine Neuauflage geplant.

Dabei schien das Rennen vor malerischer Kulisse auf dem besten Weg zum Klassiker zu werden, tausende Zuschauer strömten 2015 und 2016 zu den Rennen von der Einsteiger-Klasse bis zur Bundesliga. Die Tübinger Triathleten sind auf den Geschmack gekommen, und sie wollen 2017 nicht auf ihr Heim-Rennen verzichten: Der Ausrichter-Verein Post-SV, der Hauptsponsor, Stadtverwaltung und der Triathlon-Verband wollen das Rennen nun doch stemmen, als Termin ist der 6. August vorgesehen.

Wie aber kam die Absage überhaupt zustande? „Der Grund ist relativ einfach: Der Wettkampf kostet eine Stange Geld, die Stadt beteiligt sich mit null Euro, und wir betreiben die ganze Show“, sagt Ulrich Fabricius. Der Geschäftsführer der Tri Luxe GmbH hat mit seiner Reutlinger Agentur die ersten beiden Triathlon-Wettkämpfe in Tübingen organisiert, bei der Pressekonferenz vor der Premiere 2015 war die Rede von einem Budget über rund 100 000 Euro.

Kurz vor Weihnachten 2016 hatten sich alle Beteiligten an einen Tisch gesetzt, darunter Post-SV, Vertreter der Stadt, die deutschen Triathlon-Union DTU, und die Organisatoren von Tri Luxe. Die meisten Parteien hatten nach dem Gespräch eine positive Grundstimmung wahrgenommen – offenbar mit Ausnahme der Veranstaltungs-Agentur.

Die Kritik von Fabricius richtet sich unter anderem an die Wirtschaftsförderung Tübingen (WIT) von der er sich finanzielle Hilfe wünschen würde. Doch WIT-Geschäftsführer Thorsten Flink kontert: „Direkte Förderung für eine Sportveranstaltung ist gar nicht möglich.“ Auch die Stadtverwaltung betont, dass keine finanzielle, dafür sehr wohl logistische Hilfe geleistet worden sei.

Christine Arbogast, als Bürgermeisterin auch für den Sport zuständig, verweist auf den „gigantischen Verwaltungs-Aufwand“ und die „Man-Power“ durch Ordnungsamts-Leiter Rainer Kaltenmark etwa bei der Verkehrsumleitung. „Ich finde es gelinde gesagt etwas schofel, wenn das nicht gesehen wird“, sagt Arbogast. Die Verwaltung befürworte dennoch einen Triathlon auch in diesem Jahr. „Das war ein großartiges Event, hat viel Publikum angezogen, und wir hatten mit der Logistik, dem ganzen Drumherum schon wichtige Erfahrungswerte gesammelt“, sagt SPD-Bürgermeisterin Arbogast, deshalb: „Wir sind parat.“

Für Matthias Zöll, Generalsekretär der DTU, war Tübingens Neckarfront ideale Kulisse für das Bundesliga-Finale, „sehr gerne“ würde die Liga 2017 zurückkehren: „Sofern sich eine tragfähige Konstellation vor Ort ergibt.“ Dafür wollen die Tübinger Triathleten gemeinsam sorgen – allerdings werden sie sich wohl eine neue Veranstaltungs-Agentur suchen müssen.

Geldgeber Mey Generalbau bleibt an Bord

Auch Achim Mey, mit seinem Bau-Unternehmen Namenssponsor des Tübinger City-Triathlons, hat erst per E-Mail in der vergangenen Woche von der vermeintlichen Absage des diesjährigen Rennens erfahren. Offenbar war der Rückzug ein Alleingang der Tri Luxe GmbH, denn der größte Geldgeber will die Veranstaltung auch 2017 durchführen –bei den ersten beiden Rennen ist Mey auf den Geschmack gekommen: „Das war zwei Mal ein gigantisches Event, ein super Auftritt für unser Unternehmen“, sagt Mey, „dass Triathlon so eine große Strahlkraft entwickelt, freut mich auch persönlich.“ Deshalb wird es auch diesen Sommer Triathlon-Training für jedermann geben, unabhängig vom Ausgang des Tauziehens um den City-Triathlon 2017. „Die Meydays laufen erneut, so oder so“, sagt Mey.

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27.01.2017, 01:00 Uhr

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27.01.2017

21:52 Uhr

Horscht Adler schrieb:

Schulferien!?
Toller Termin. :(



 

 

 
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