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Spektakuläre Sprünge

Sport und Lifestyle im Belsener Bike-Park beim Dirtjump-Contest

Tailwhip, Frontflip, Seven-Twenty: Anspruchsvolle Tricks zeigte das internationale Fahrerfeld am Samstag beim Dirtjump-Contest in Belsen. Der erste Platz ging an Erik Fedko aus dem Sauerland.

26.07.2015
  • Amancay Kappeller

Belsen. Bereits zum vierten Mal gab es im Dirtpark des TV Belsen in Ernwiesen einen Dirtjump-Contest. In diesem Jahr war das Event Teil der World-Tour „Freeride and Mountainbike Association“. Die weiteste Anreise hatte Oscar Medina Ramirez: Der Kolumbianer ttourt zur Zeit durch Europa. Aus Frankreich war Rémy Carra mit dabei, aus Deutschland die Spitzenfahrer Michael Riekeberg und Nico Scholze. Weitere angekündigte Starter aus dem Ausland mussten kurzfristig absagen.

„Es läuft sehr gut. Das Niveau ist in diesem Jahr sehr hoch“, freut sich Dirtbike-Abteilungsleiter Andreas Bibow kurz vor dem Finale am Samstagabend. Tricks, die in Belsen gezeigt werden, sehe man sonst oft nur bei den Profis der Szene: „Man merkt richtig, wie sie sich gegenseitig gepusht haben“, so Bibow. Andreas Bibows 17-jähriger Sohn Till Eißler startet als Lokalmatador für das Belsener „Team Biki“, ebenso wie der 18-jährige Malik Haase aus Metzingen. Eißler und Haase fahren dieses Jahr zum ersten Mal mit einer FMB-Amateurlizenz und haben auf Anhieb den Sprung in die Top 100 geschafft. In Belsen werden die Sprünge der beiden jungen Fahrer am Samstag ganz besonders bejubelt. Laut eigener Aussage ist das Dirtbiken für die Jugendlichen nicht nur Sport, sondern auch Lifestyle – cool und locker.

Cool finden die Sprünge denn auch die Zuschauer. Das Gros der Gäste besteht aus jungen Erwachsenen, die die Vorführungen der Dirtbiker ausgelassen bejubeln. Aus den Boxen dröhnt Hip-Hop und Rock, zugeschaut wird von Bänken, Dreckhügeln oder dem Dach der Vereinshütte. „Wir hatten noch nie so viele Zuschauer, die Stimmung ist klasse“, ist Bibow beeindruckt. Moderator Dennis Herrmann motiviert das Publikum unermüdlich über Mikrofon dazu, Applaus zu spenden – und feuert die Fahrer enthusiastisch an: „Belsen, habt Ihr Bock auf die Finals?“ Für seine Frage erntet er donnernden Beifall. Der Belsener Steffen Weinhardt und Joshua Klein lassen Motorsägen heulen – ohne Sägeblätter.

Auf einem Podest am Rande der Wettkampfstrecke, auch „Line“ genannt, sitzt die Jury – bestehend aus Lars Strohmaier, Jonny Kielhorn und Philipp Rösing. Die „Judges“ verfolgen die „Jumps“ der 25 Startenden mit fachmännischem Blick: Tailwhip, Backflip, Frontflip, Three-Sixty und Seven-Twenty wollen unter anderem bewertet werden. Die Dirtbiker springen mit ihren Rädern – stabilen, leichten Mountainbikes mit kleinerem Rahmen – über zwei „Doubles“ in Folge. Diese bestehen aus einem Absprunghügel, Kicker genannt, und einem Landehügel. Nicht alle Fahrer landen am Ende des Sprungs auf den Rädern. Ernste Verletzungen zieht sich an diesem Samstag aber niemand zu.

„Ich würde mir gleich mal das Genick brechen“, kommentiert ein Zuschauer trocken das waghalsige Geschehen in der Luft. Oscar Medina Ramirez sorgt mit einem fliegenden Farradwechsel für „Ahs“ und „Ohs“ beim Publikum. „Backflip, Frontflip No-Hand!“, erläutert Herrmann anschließend, was der Kolumbianer beim Wettbewerb „Best Trick“ präsentiert. „Es gibt einige Fahrer, die da auf jeden Fall noch was rausballern können.“ Team Stuttgart saust zwischendurch in Boxershorts die fünf Meter hohe steile Startrampe herunter, die Zuschauer johlen. Das Wetter hält – von Hitze und Matsch bleiben die Biker in diesem Jahr verschont.

„Macht mal fett Krach für den Marius“, fordert Herrmann. Marius Hoppensack kommt aus Duisburg und ist Vollprofi in den Disziplinen Slope Style, Dirtjump, Street und Park. Zwischen den einzelnen Durchgängen hüpfen die Brüder Max und Pelle Weinhardt mit ihrenBikes übers Gelände. „Mit zehn Jahren schießt Pelle sich hier schon die Rampe runter!“, macht Herrmann das Publikum auf das Fahrtalent des Viertklässlers aufmerksam. An Nachwuchs fehlt es den Belsener Bikern ganz offensichtlich nicht.

Ganz oben auf dem Treppchen landete in diesem Jahr beim Dirtbike-Worldcup im Steinlachtal Erik Fedko aus dem Sauerland. Auf Platz zwei sprang Raphael Baltes, den dritten Platz belegte Jonas Bachmann. Die drei Erstplatzierten erhielten Preisgelder. Der Franzose Rémy Carra machte den 4. Platz, der Kolumbianer Oscar Medina Ramirez den 14. Die Lokalmatadoren Till Eißler und Malik Haase landeten auf Platz 12 und 13.

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26.07.2015, 12:00 Uhr

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