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Sporthandel ärgert sich über Adidas
Adidas will mehr online verkaufen. Foto: afp
Strategie

Sporthandel ärgert sich über Adidas

Der Hersteller will sein Online-Geschäft massiv ausbauen. Das schadet den lokalen Geschäften.

04.04.2017
  • DPA

Herzogenaurach. Pläne des Sportartikelherstellers Adidas für einen massiven Ausbau des Onlinehandels sorgen beim deutschen Sportfachhandel zunehmend für Verärgerung. Händler befürchten massive Umsatzeinbußen und fordern von Adidas ein faires Miteinander, das den Interessen des Sportfachhandels in Deutschland ausreichend Rechnung trägt.

„Der Fachhandel kann mit einer solchen extremen Ausweitung des Adidas-Online-Handels nicht zufrieden sein“, sagte der Sprecher des Verbands Deutscher Sportfachgeschäfte (VDS), Peter Thürl. Der neue Adidas-Chef Kasper Rorsted hatte angekündigt, den Online-Umsatz von derzeit 1 Mrd. EUR bis zum Jahr 2020 auf 4 Mrd. EUR erhöhen zu wollen.

Der VDS, in dem 2500 Sportfachgeschäfte zusammengeschlossen sind, sieht derzeit vor allem die beiden großen Sport-Einkaufsverbünde Intersport und Sport2000 gefordert. Die Einzelhändler erwarteten, dass die beiden Verbünde mit Adidas „einzelhandelsfreundliche Regelungen“ aushandelten, sagte VDS-Sprecher Thürl. Händler beklagten etwa, sie erhielten erst Wochen nach dem Verkaufsstart im Adidas-Onlineshop begehrte Waren für den eigenen Verkauf.

Junge Kunden

Adidas-Chef Rorsted hatte den Ausbau des Onlinegeschäfts vor allem mit dem Einkaufsverhalten junger Kunden begründet. Die Frage sei, wo kauften Konsumenten die Adidas-Produkte ein. Keine Frage sei für ihn hingegen, ob sich dadurch Konflikte zwischen verschiedenen Handelspartnern ergäben, hatte er seinerzeit betont. Eine Adidas-Sprecherin sagte nun, der Sportfachhandel sei für Adidas ein wichtiger Partner, mit dem man eng zusammenarbeite. Den Vorwurf, Adidas benachteilige kleinere Fachhändler, wies sie zurück.

Die Sprecherin räumte allerdings ein, dass etwa Spezialgeschäfte für Sneakers in Berlin oder New York „selektiv“ beliefert würden. „Hier geht es darum, dafür zu sorgen, dass die Marke angesagt ist und ein Hype entsteht.“ dpa

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04.04.2017, 06:00 Uhr

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