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Sportlichkeit wird in Deutschland mittlerweile größer geschrieben - trotzdem ist noch Luft nach oben

20.09.2018

Manchmal klaffen die eigene Sichtweise und die Wirklichkeit weit auseinander. Denn rund 71 Prozent der Deutschen glauben, dass sie sich ausreichend bewegen und Sport treiben. Das klingt doch super und ist von dem Bild der Couchpotatoes weit entfernt. Wie aber kommt es, dass andere Studien genau das Gegenteil behaupten? In einer von ihnen heißt es ganz klar, dass nur noch 43 Prozent der Deutschen überhaupt auf die notwendige Bewegungszeit kommen. Glücklicherweise behaupten aber auch viele, dass sie ihr Bewegungspensum durchaus gerne steigern würden und allgemein disziplinierter beim Sport wären. Aber was bedeutet das eigentlich? Wie viel Bewegung sollte sein und wie sportlich sind die Deutschen? Dieser Artikel schaut sich das Thema einmal an.

Sportmaschine oder Couchpotatoe - in Deutschland ein gemischtes Verhältnis. Bild:@ Alexas_Fotos (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Wie sportlich sind die Deutschen wirklich?

Viele der Studien haben ein großes Problem: Sie greifen nämlich auf die Daten einer recht kleinen Personengruppe zurück. Die bemängelnde Studie stammt von den privaten Krankenkassen und befragte rund 2.900 Personen in Deutschland. Die positive Studie hingegen arbeitete mit knapp 1.500 Personen. Wer sich also nun überhaupt nicht angesprochen fühlt oder mit den genannten Sportarten nichts anzufangen weiß, der darf sich gerne als “nicht repräsentiert„ fühlen. Also, wie viel Sport machen wir? Ein Überblick:

-Insgesamt - 71 Prozent der Befragten gaben an, sich regelmäßig zu bewegen.

-Verteilung Sportarten - die Hauptsportarten sind Laufen, Rad fahren und Schwimmen. 27 Prozent der Befragten schwingen sich aufs Fahrrad, 17 Prozent laufen lieber, während 16 Prozent schwimmen gehen.

-Regelmäßigkeit - die meisten Deutschen trainieren zwei Mal in der Woche. 22 Prozent schaffen es auf drei Trainingseinheiten, 19 Prozent reicht eine Trainingseinheit. Wöchentlich liegen die Männer bei der Zeitverteilung mit viereinhalb Stunden knapp vor den Frauen.

Die Umfrage beschränkt sich natürlich auf reine Sporteinheiten. Vermutlich bewegen sich viele durchaus häufiger, als sie selbst von sich glauben. Es ist gut möglich, dass der Spaziergang zum Einkaufen oder die Radtour zur Schule des Kindes gar nicht als Sport betrachtet wird, obwohl sich hierbei auch bewegt wird.

Wie viel Sport ist eigentlich gesund?

Wer sich die Krankenkassenstudie hingegen zu Gemüte führt, gerät schnell ins Stutzen. Denn dort werden Zahlen beschrieben, die selbst für leichte Sportmuffel schier unglaublich klingen. Aber erst einmal die Frage, wie viel sich ein Erwachsener wöchentlich bewegen sollte:

-Moderat - hiermit ist nichts weiter als das zügige Gehen gemeint. 150 Minuten wöchentlich sollten Erwachsene sich auf diese Weise bewegen.

-Intensiv - Joggen, Rad fahren, anderer Sport: 75 Minuten wöchentlich.

Diese beiden Zahlen werden nicht addiert, sondern bilden Alternativen. Und tatsächlich schaffen wohl nur 43 Prozent der befragten Erwachsenen diese kurzen Zeiten. Ist die Lage wirklich so gravierend und woher kann das kommen? Fakt ist, dass sich die Freizeitbeschäftigungen oftmals in sitzende Positionen verlagert haben. Und auch im Beruf dürfte für ein Großteil der Bevölkerung die Bewegung aus dem Weg vom Schreibtisch zur Kaffeeküche und zur Toilette bestehen.

Wer aber nun erschrocken auf die Zahlen blickt und verzweifelt zusammenrechnet, wie viel Bewegung so regelmäßig auf dem eigenen Tacho steht, der sollte nicht gleich in Schnappatmung verfallen. Gerade zu Beginn sollte der Sport nämlich nicht allzu ausufernd sein. Allgemein gilt:

-Langsam beginnen - anfangs sollten nur einfache und leichte Sportarten versucht werden. Wer bislang kaum zu Fuß gegangen ist, der sollte ruhig täglich einen längeren Spaziergang ausprobieren. Zwischendurch wird dabei das Tempo verschnellert, bis auch flottes Gehen oder langsames Joggen möglich ist. Ab nun kann aufs Joggen oder einen anderen Sport umgestiegen werden.

-Übergewicht - Joggen ist bei höherem Übergewicht schlecht. Rad fahren und schwimmen sind hier die besten Möglichkeiten, das Gewicht zu reduzieren und fit zu werden.

-Vorhandene Probleme - wer bereits gesundheitliche Probleme hat, der sollte überhaupt keinen Sport treiben, bevor der Arzt sein OK gibt. Viele Ärzte helfen auch dabei, einen Trainingsplan aufzustellen, der zum aktuellen Gesundheitszustand passt.

-Wie viel - der Körper gibt einem durchaus zu verstehen, wann es zu viel Sport ist. Zu diesem Punkt sollte es aber nicht kommen. Wer mit Runden oder Übungen anfängt, die zwar fordern, aber nicht überfordern, der macht alles richtig. Mit der Zeit steigert sich die Leistungsfähigkeit und die Intensität kann angezogen werden.

Tipps für den Heimsport

Bei vielen Menschen ist das Problem schlichtweg, dass sie zwar Sport treiben wollen, aber schlichtweg keine Zeit finden. Wie soll nach dem Bürotag noch ins Fitnesscenter oder in den Verein gegangen werden, wenn der Partner Schicht arbeitet und irgendwer auf die Kinder aufpassen muss? Glücklicherweise ist es recht leicht, zu Hause Sport zu machen:

-Fitnessraum - Eigenheimbesitzer haben es hier natürlich leichter. Sie können im Keller oder in einem passenden Zimmer mühelos Geräte aufstellen und sich “ihr„ Trainingscenter einrichten. Stepper, Stand-Bikes oder kleinere Gerätschaften passen aber auch in eine Wohnung und können beispielsweise im Schlaf- oder Gästezimmer untergebracht werden. Fachhändler wie Gorillasports stehen hier mir Rat und Tat zur Seite, um eine passende Ausstattung zu erwerben.

-Übungen - für viele Sportübungen benötigt man kaum Geräte, beziehungsweise sind sie leicht zu beziehen. Sit-ups, Liegestützen, Kniebeugen, Übungen mit Gymnastikbändern oder Yoga-Übungen können mühelos im Wohnzimmer durchgeführt werden. Tipp: Hampelmann und sämtliche Sprungübungen sollten nur im Erdgeschoss oder Eigenheim durchgeführt werden.

-Haushalt/Garten - ist die Zeit sehr knapp, weil der Haushalt noch wartet? Hierbei lässt es sich wunderbar trainieren. Kniebeugen beim Abwasch, mit den vollen Wasserflaschen lassen sich Hantelübungen machen und staubsaugen ist der Kalorienkiller schlechthin. Wer einen Garten besitzt, der sollte auf einen englischen Rasen umsteigen: Der Kalorienverbrauch bei einer Stunde Rasen mähen liegt bei 403 Kalorien.

Jogging gehört zu den beliebten Sportarten hierzulande. Bild:@ skeeze (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Fazit - 71 Prozent topp, 29 Prozent Flop

Selbst, wenn die positive Studie beachtet wird, sagt die immer noch aus, dass sich 29 Prozent der Deutschen so gut wie gar nicht bewegen. Damit bekräftigt sie direkt die Krankenkassenstudie, die wahrlich alarmierend ist. Glücklicherweise sind die meisten bereit, sich vom Sportmuffeldasein zu verabschieden oder noch mehr Sport zu treiben. Und nun, Hand aufs Herz: 150 Minuten Bewegung in der Woche sind doch möglich? Das sind knapp 22 Minuten am Tag - und die lassen sich notfalls beim Zähneputzen, Haushalt und mit einem Parkplatz in der Nebenstraße bewältigen.

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Erstellt:
20. September 2018, 14:20 Uhr
Aktualisiert:
20. September 2018, 14:20 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. September 2018, 14:20 Uhr

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