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Schwesters Paradepferd übernommen

Springreiterin Yvette Dussle über ihr Hausturnier in Heiligenbronn

Die Springreiterin Yvette Dussle ist in dieser Saison beständig in S-Prüfungen unterwegs. Springsport auf hohem Niveau ist für die 24-Jährige ein ausfüllendes Hobby, denn tätig ist sie im Unternehmen ihrer Mutter Petra Schraml-Dussle, der Turnierchefin des alljährlichen U-30-S-Turniers in Heiligenbronn. Im Interview mit der SÜDWEST PRESSE spricht die Heiligenbronnerin über ihre mentalen Stärken im Parcours, die Verarbeitung von Springfehlern und was in der Saison 2010 ansteht.

01.09.2010

SÜDWEST PRESSE: Frau Dussle, wie haben Sie so ein überdimensionales Fünf-Tages-Turnier überstanden?

YVETTE DUSSLE: War gut, nur leider war das Wetter nicht so gut wie im letzten Jahr, aber darauf haben wir ja keinen Einfluss.

Macht es zu Hause besonders Spaß, obendrein bei einem Großspektakel bis Klasse S?

Ich bin wohl etwas aufgeregter gewesen. Weil daheim, da will man es besonders gut machen. Spaß, na klar – Spaß macht es natürlich.

Freitag geht’s schon wieder weiter. Wollen Sie nach solch einem Großturnier nicht lieber eine Verschnaufpause?

Nein, da brauch ich nicht pausieren. Man macht es ja auch gern – und so schlimm, also anstrengend, ist es meines Erachtens gar nicht.

Bietigheim steht vor der Tür. Da haben Sie Großes vor, oder?

Mal gucken was kommt. Ich hoffe, dass es ein bisschen besser klappt als hier zuhause. Das werden wir dann ab Freitag sehen.

Wurmen Sie Springfehler, noch dazu im Großen Preis die vorzeitige Aufgabe, während des Heiligenbronner Turniers?

Das ist abgehakt – ewig darüber aufregen bringt nichts. Kurz ärgern, und dann ist auch wieder gut. Nach einem Fehler, wenn man keine Aussicht mehr auf eine Platzierung hat, braucht man im Großen Preis nicht weiterreiten – sowas kommt vor.

Wer unterstützt Sie am Rande des Parcours?

Ich werde von Bert Heijmann aus Enzklösterle trainiert, er ist seit eineinhalb Jahren bei uns. Das funktioniert wirklich sehr, sehr gut! Sieht man auch an dieser Saison.

Sind Sie seitdem mental stärker geworden?

Ja. Nur war das noch nie so ein Problem bei mir. Es ist aber schon eine größere Stütze, wenn man einen Trainer hat, der einen zuhause besucht und auch auf dem Turnier.

Ihr Paradepferd ist Stak`s Stormy, ein direkter Nachkomme des Hannoveraners Stakkato. Haben Sie den entdeckt?

Den hat meine Mutter damals gemeinsam mit meiner Schwester Denise entdeckt. Ursprünglich war das Pferd nämlich für meine kleine Schwester gedacht, die aufgehört hat, zu reiten. Anfangs ritt sie ihn noch. Das Pferd war aber zu stark, und Denise ist zierlicher als ich, dann habe ich ihn übernommen.

Auf was stehen Sie als junge Springreiterin? Oder anders gefragt: lieber Schimmel oder lieber Rappe?

Hauptsache, sie springen! Die Farbe ist mir dabei ziemlich egal.

Und die Abstammung? Es fällt auf, dass Sie derzeit ausschließlich mit zwei Pferderassen bei Turnieren antreten. Lieber Württemberger? Oder lieber Hannoveraner?

Wie die Pferdefarbe hat das eigentlich auch nichts zu sagen. Meine Mutter steht schon ein bisschen auf die Stakkato-Linie. Wenn sie gut springen, ist mir aber auch das total egal.

Kommendes Wochenende können in Bietigheim wieder Punkte für das Landes-Hallenchampionat gesammelt werden. Die vorletzte Quali, Ihr Punktekonto ist aber noch leer…

… da müssen wir mal schauen! Ich verspreche mir im Moment nicht ganz so viel, weil es am Sonntag im Großen Preis von Heiligenbronn auch nicht so gut geklappt hat. Diese Saison wird es wahrscheinlich nichts mehr mit Stuttgart.

Reisen Sie manchmal auch zu weiter entfernten Turnieren?

In der Regel bleibe ich hier in Baden-Württemberg. Gibt’s ein schönes Turnier, fahr ich auch mal weiter weg. Dann aber höchstens Bayern oder Rheinland-Pfalz. Noch weiß ich nicht, bei welchem Turnier ich meine Saison beenden werde. Das soll mein Trainer mit entscheiden. Ein Turnier, auf das ich mich besonders freue, habe ich im Moment nicht.

In den Heiligenbronner S-Höhepunkten hat es nicht so geklappt, dafür am Sonntag im M-Springen. Wie haben Sie den Sieg empfunden? Nur ein „normaler“ M-Sieg?

Das hat uns sehr gefreut! La Marlene SD ist ein von meiner Mutter selbst gezogenes Pferd und lief bisher erst ein paar kleine A- und L-Springen. In Klasse M war es für die Stute erst das zweite Springen überhaupt. Bei der Vorgeschichte des Pferdes – sieben Jahre alt, selbst gezogen, fast noch keine Turniere gelaufen – da würde sich sicherlich auch der ein oder andere Profi noch drüber freuen! Bild: Kuball

Das Interview führte

Frank Häusler

Springreiterin Yvette Dussle über ihr Hausturnier in Heiligenbronn

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01.09.2010, 12:00 Uhr

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