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Sprungbrett für Bundesliga
Horst Hrubesch wollte gar nicht hinschauen, als er die Gegner für die deutsche U 19 ausloste. Foto: dpa
Die deutsche U 19 trifft bei der EM auf Italien, Portugal und Österreich

Sprungbrett für Bundesliga

Die "große EM" findet im Sommer in Frankreich statt, die U-19-Europameisterschaft in Baden-Württemberg. Deutschland trifft zum Auftakt auf Italien. Weitere Gruppengegner sind Portugal und Österreich.

13.04.2016
  • GEROLD KNEHR

Stuttgart. Das wird ein heißer Fußball-Sommer. Nach dem Ende der Bundesliga-Saison am 14. Mai und dem Champions-League-Finale am 28. Mai in Mailand beginnt am 10. Juni die Europameisterschaft 2016 in Frankreich.

Doch danach sind die Sommerfestspiele - speziell in Baden-Württemberg - noch nicht vorbei. Einen Tag nach dem Endspiel im Stade de France (10. Juli) geht es nahtlos weiter. Wenn sich die Nationalelf im Erfolgsfall - sprich Finalteilnahme - am Montag auf dem Rückflug von Paris nach Frankfurt befinden wird, erfolgt zeitgleich am 11. Juli (12 Uhr) in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena der Anpfiff zur U-19-Europameisterschaft. Gastgeber Deutschland trifft zum Auftakt auf Italien - der deutsche Klassiker also, heruntergebrochen auf Junioren-Ebene. Das ergab die Auslosung gestern Abend in Stuttgart.

Bei der U-19-EM 2008 trafen beide schon einmal aufeinander - im Endspiel! Seinerzeit setzte sich die DFB-Auswahl, unter anderen mit Torhüter Ron-Robert Zieler und den Zwillingen Lars und Sascha Bender, mit 3:1 durch. Die weiteren deutschen Vorrunden-Gegner in diesem Sommer sind Portugal (14. Juli in Großaspach) und Österreich (17. Juli, Kreuzeiche Reutlingen).

"Das ist eine harte Gruppe", sagte U-21-Nationaltrainer Horst Hrubesch, der die Lose gezogen hatte. In die Gruppe B loste das ehemalige "Kopfball-Ungeheuer" Kroatien, die Niederlande, Frankreich und England. Diese Gruppenspiele werden in Heidenheim, Aalen und im Ulmer Donaustadion ausgetragen. Die Halbfinal-Begegnungen (21. Juli) finden in Sandhausen und Mannheim statt, das Endspiel steigt am 24. Juli (20.30 Uhr) in der Sinsheimer Fußball-Arena.

"Aufgehende Sterne" - so lautet das offizielle Motto der U-19-EM. Es kommt nicht von ungefähr. Vor zwei Jahren, bei der EM in Ungarn, stand mit dem damals für Werder Bremen spielenden Stürmer Davie Selke ein Stürmer im Aufgebot, der bis dahin nur Insidern ein Begriff war. In Ungarn erzielte er sechs Treffer, wurde Torschützenkönig und mit Deutschland U-19-Europameister. Danach rissen sich die Profiklubs um den in Schorndorf geborenen 1,92-Meter-Angreifer. Vor einem Jahr wechselte Selke nach Leipzig - und klopft heute mit RB an die Tür zur Fußball-Bundesliga.

Den Sprung in die erste Liga bereits geschafft hat bereits Joshua Kimmich beim FC Bayern München. Der gebürtige Rottweiler war 2014 ebenfalls dabei, als sich Deutschland mit dem 1:0 im Endspiel gegen Portugal den U-19-EM-Titel holte. Auch der Leverkusener Julian Brandt und Uwe Seelers Enkel Levin Öztunali (Werder Bremen) nutzten das Sprungbrett U 19 für eine Bundesliga-Karriere. "Eine Junioren-EM ist für jeden jungen Spieler eine große Möglichkeit sein, sich zu empfehlen und aufzudrängen", sagt der beim DFB für die Jugend zuständige Vizepräsident Hans-Dieter Drewitz. "Den einen oder anderen, den wir hier in Baden-Württemberg erleben werden, werden wir dann möglicherweise auch schon 2018 in Russland sehen", spornt DFB-Vizepräsident Rainer Koch die Talente an. In Russland wird in zwei Jahren die Weltmeisterschaft der A-Nationalteams ausgetragen.

Zunächst freilich muss sich der Jahrgang 1997 in Baden-Württemberg beweisen. Chancen auf eine EM-Teilnahme hat beispielsweise Mittelfeldspieler Max Besuschkow vom VfB Stuttgart, der momentan torgefährlichste Spieler im Aufgebot von Trainer Guido Streichsbier. Dem erweiterten Kader, der noch auf 23 Akteure zusammengestrichen werden muss, gehören auch die Hoffenheimer Benedikt Gimber und Philipp Ochs, die Karlsruher Marvin Mehlem und Matthias Bader sowie der Freiburger Angreifer Lukas Bohro an.

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13.04.2016, 06:00 Uhr

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