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Staat soll Öko-Antriebe mehr fördern
Verkehrsminister Winfried Hermann. Foto: dpa
Messe

Staat soll Öko-Antriebe mehr fördern

Minister Hermann fordert bei der Eröffnung einer Messe für alternative Antriebe neue staatliche Förderprogramme.

11.10.2016
  • ANDREAS BÖHME

Stuttgart. „Wir stehen in einer Zeitenwende der Verkehrs- und Energiepolitik“, verkündete der grüne Verkehrsminister Winfried Hermann gestern bei der Eröffnung der „World of Energy Solutions“, einer dreitägigen Messe für alternative Antriebe. Worte, die auf wohlwollende Ohren traf: 100 Aussteller präsentieren in der Stuttgarter Messe Entwicklungen der Batterie- und Wasserstofftechnik. Rund 130 Vertreter namhafter Unternehmen begleiten zudem die Schau mit einem Kongress. Ein Heimspiel.

Hermann bezog Position: Ja, der Staat müsse einen ordnungsrechtlichen Rahmen für alternative Antriebe schaffen. Aber: An der Idee der grünen Parteioberen, bis 2030 Benzin-, Diesel- und Gasmotoren zu verbieten, hege er Zweifel. Es seien stets Länder ohne Autoindustrie, die solche Forderungen stellten – sie müssten ja keine Rücksicht auf Arbeitsplätze nehmen.

Doch solle man diese „zugespitzte Formulierung“ auch aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht verteufeln. Besser als ein Verbot alter sei aber eine Förderung neuer Technologien. Natürlich sei es nicht Aufgabe des Staates, Wasserstofftankstellen oder Ladestationen zu betreiben. „Aber das Henne-Ei-Problem muss jetzt gelöst werden“, betonte Hermann.

Bis zu 40 Millionen Euro will das Land deshalb noch dieses Jahrzehnt aufbringen, um eine Infrastruktur für alternative Energien aufzubauen. Tankstellen allein machten keinen Sinn, es brauche gleichzeitig eine Mindestzahl von Abnehmern – etwa eine Flotte Behördenfahrzeuge. Er gehe technologieoffen vor, so Hermann, lege sich also nicht einseitig auf Batterie-, Hybrid- oder Brennstoffzellenantrieb fest. Dazu müsse man erst Inseln aus Fahrzeugen und Ladestationen schaffen, diese regional vernetzen und dann erst in die Fläche gehen.

Auch die Industrie wird tätig: Der staatliche Stromversorger EnBW plant bis Jahresende 34 Doppel-Ladestationen im Land aufzubauen. Angesichts der wachsenden Ladeleistung seien dazu jedoch auch Investitionen in Netz und Trafostationen nötig.

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11.10.2016, 06:00 Uhr

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