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Kommentar Übernahme

Staatliches Verbot

Was hat man früher auf dem Schulhof gemacht, wenn einem Gefahr drohte? Den großen Bruder geholt. Ein wenig wirkt die nun gestoppte Übernahme von Aixtron so.

09.12.2016
  • THOMAS VEITINGER

Ulm. Zunächst hat Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel den Kauf durch chinesische Investoren für unbedenklich erklärt, dann dies widerrufen. Schließlich legte der große Bruder Barack Obama sein Veto ein – was als Todesstoß für einen Einstieg gilt.

Ob Aixtron nun militärisch sensible Güter produziert oder doch nur unbedenkliche Anlagen für die Halbleiterindustrie, sei einmal dahin gestellt. Schlüsseltechnologie lässt sich durch so ein Vorgehen jedenfalls nicht schützen. Unternehmen – besonders so kleine wie die Herzogenrather – sind auf Investoren angewiesen. Ob diese für unser Land gefährlich sind, ist im Außenwirtschaftsgesetz geregelt.

Hier aber liegt der Verdacht des Protektionismus nahe. Einer Abschottung, die es unter Donald Trump massiver geben wird. Jetzt aber schon den eisernen Riegel vorzulegen und so die Zukunft des Unternehmens und die Arbeitsplätze zu gefährden, ist nicht hinzunehmender Staatsdirigismus und verstößt gegen freies Unternehmertum.

Firmen in Deutschland müssen sich aufgrund bestehender Gesetze frei entfalten können. Rechtssicherheit ist nötig – und kein großer Bruder, der seine eigene Wirtschaft schützen will.

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09.12.2016, 06:00 Uhr

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