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Stuttgart

Staatsgalerie: Erster Audioguide zur Nazi-Vergangenheit von Kunst

Verdacht: NS-Raubkunst. Die Staatsgalerie Stuttgart hat den nach eigenen Angaben weltweit ersten Audioguide zur Nazi-Vergangenheit ihrer Bilder in Betrieb genommen.

12.11.2015
  • dpa

Stuttgart. Den Besuchern wird in kompakten Beiträgen und teils mit historischen Fotos die meist recht wechselvolle Geschichte hinter elf Kunstwerken aus der Sammlung erzählt, die immer zu sehen ist.

Ernst Ludwig Kirchners «Ins Meer Schreitende» etwa waren mal in einem Garten vergraben. «Die Heiligen Drei Könige mit Gefolge» aus dem 15. Jahrhundert hatte sich NS-Politiker Hermann Göring in der Staatsgalerie für seinen Jagdsitz ausgesucht. Und ein Selbstbildnis von Max Beckmann wurde von Nazis als «entartet» beschlagnahmt, nach dem Krieg aber ein zweites Mal erworben.

«Wir wollen die Provenienzforschung, die sonst hinter den Kulissen stattfindet, allen zugänglich machen», sagte Direktorin Christiane Lange. Die Forscher befassen sich vor allem mit Werken die nach 1933 erworben und vor 1945 entstanden sind. In der Staatsgalerie sind 1500 Gemälde und 4500 Grafiken betroffen. 400 wurde überprüft, sieben Werke seit 1998 an die rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben.

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12.11.2015, 12:00 Uhr

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