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Begeistertes Ja und überschwängliches Lob

Stadträte sind für Tourismuskonzept

So viel Einmütigkeit und Begeisterung sind selten im Tübinger Gemeinderat. Geradezu überschwänglich lobten die Stadträte die Vorarbeit von Bürgermeister Michael Lucke für ein Tourismuskonzept. Und einstimmig wurde beschlossen, es zu erstellen.

20.06.2012
  • Gernot Stegert

Tübingen. Zu Beginn der Gemeinderatssitzung am Montagabend im Tübinger Rathaus ließ Lucke keinen Zweifel am Bedarf: „Es gibt kaum eine städtische Aufgabe, in der die Vernetzung so unterentwickelt ist wie im Tourismus.“ Und das, obwohl jährlich 500 000 Euro für diesen Bereich ausgegeben würden. Tübingens Erster Bürgermeister mahnte mehr Zusammenarbeit der Anbieter und bessere Vermarktung über ein Alleinstellungsmerkmal an. Die Möglichkeiten seien noch nicht ausgeschöpft.

In der Aussprache zeigte sich, dass Lucke offene Türen einrannte. Annette Schmidt (AL/Grüne) befand den Ansatz, ein Tourismuskonzept zu erstellen, für „sehr gut“. Dorothea Kliche-Behnke (SPD) sagte: „Wir sind begeistert.“ Beide betonten aber, dass Tübingen nicht ein einzelnes Alleinstellungsmerkmal habe. Was kein Widerspruch zu Lucke ist, der das Besondere auch in einer Kombination von Kultur und Natur, von Geschichte und Gegenwart (etwa Französisches Viertel oder „Tübingen macht blau“) sieht. Gottfried Gehr (WUT) sieht „Tübingen auf einem guten Weg“. Dieter Barth (UFW) sprach von „höchster Anerkennung“. Auch der fraktionslose Jürgen Steinhilber sprach von einer „sehr guten Vorlage“.

Ihr Lob ergänzten andere. Sabine Lüllich (CDU) machte einen Vorstoß zu Ladenöffnungen an mehr Sonntagen als bisher. Oberbürgermeister Boris Palmer verwies zwar auf Einwände der Kirchen, zeigte aber Verständnis für diese Händlermeinung: „Ich teile die Auffassung.“ Es nütze wenig, wenn die Geschäfte geschlossen hätten, wenn die Stadt voll sei – und umgekehrt.

Kurt Sütterlin (FDP) mahnte, „Tübingen nicht auf Teufel komm raus zu vermarkten“. „Ein Rothenburg ob der Tauber möchte ich nicht haben.“ Es gehe eher um Stadtentwicklung als Vermarktung.

Gerlinde Strasdeit (Linke) kritisierte die „Workshoperitis“. Damit spielte sie auf die Bürgerbeteiligung an. Die Stadt will das Tourismuskonzept nicht teuer in Auftrag geben, sondern selbst erarbeiten. Ein Schritt soll ein Workshop vom 19. bis zum 20. Oktober sein.

Stadträte sind für Tourismuskonzept
Auch das soll mit einem Tourismuskonzept besser werden: Nicht alle Besucher in Tübingen finden bisher den Weg zum Schlosshof von Hohentübingen und zu den ältesten Kunstwerken der Menschheit.

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20.06.2012, 12:00 Uhr

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