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Fallen für die Füchse

Stadtverwaltung reagiert: Unterschriftenaktion der Anwohner erfolgreich

Nicht weniger als 140 Unterschriften sammelte Gerhard Schmidt mit einigen Unterstützern gegen die „Fuchsplage“ in seinem Wohngebiet. Dann stoppte er die Aktion, übergab die Papiere dem Oberbürgermeister und erhielt nun positive Rückmeldung aus dem Rathaus.

06.08.2012
  • susanne wiedmann

Mössingen. Niemand hatte abgelehnt und jeder, der gefragt wurde, unterschrieben. Wenn Gerhard Schmidt weitere Anwohner aufgesucht hätte, alle würden sie mitmachen. „Hundert Prozent Zustimmung“, sagt er. Die Anwohner zwischen Dreifürstensteinstraße und Berggasse empfinden die Fuchsplage als Verlust von Lebensqualität, vor allem aber haben sie Angst vor dem Fuchsbandwurm (wir berichteten). Mütter, die er beim Kindergarten getroffen hatte, baten ihn, etwas zu unternehmen, sagt Schmidt. Und mittlerweile hat auch die Stadtverwaltung reagiert.

In einem Brief teilte Oberbürgermeister Michael Bulander mit, in Absprache mit Landratsamt, Kreisjagdamt, Veterinäramt und dem zuständigen Jagdpächter werde die Stadt Lebendfallen beschaffen. Sobald Kreisjagdamt und Grundstückseigentümer zugestimmt haben, werden diese aufgestellt.

Zudem soll der zuständige Jäger bekannte Fuchsbauten kontrollieren. Wenn sie leer sind, werden sie geschlossen. Erstaunlich findet Schmidt folgende Passage in Bulanders Brief: Wenn künftig die Jagdbezirke neu verpachtet werden, „wird das Aufstellen von Lebendfallen in Wohngebieten und eine vermehrte Fuchsjagd vorausgesetzt“. Eine Schießerlaubnis innerhalb der Wohngebiete werde aus Gefahrengründen jedoch abgelehnt.

„Von unserer Seite her ist die Aktion abgeschlossen“, sagt Schmidt. „Vorausgesetzt, es funktioniert.“ Wohin die gefangenen Füchse transportiert werden, ließ sich bis Redaktionsschluss nicht ermitteln.

Wer sich von Füchsen belästigt fühlt, kann sich an Klaus Preisendanz vom Ordnungsamt unter Telefon 0 74 73 / 37 02 05 wenden. Ihm sollen die Anwohner ebenso die ihnen bekannten Fuchsbauten – auch ortsnahe Bauten außerhalb des Wohngebiets – melden. Der für das Wohngebiet zuständige Jagdpächter wird die Fallen aufstellen und wieder abholen.

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06.08.2012, 12:00 Uhr

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