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Städtische Beschäftigte machen im Tarifstreit Druck
Verdi-Fahne und Verdi-Westen: Mitglieder der Gewerkschaft gestern in Esslingen. Kundgebungen waren auch in Ulm und Friedrichshafen. Foto: dpa
Streik trifft Nahverkehr und Kitas

Städtische Beschäftigte machen im Tarifstreit Druck

Kurz vor der nächsten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst haben 3500 kommunale Angestellte in ganz Baden-Württemberg gestreikt.

27.04.2016
  • CMY/DPA

Ulm/Esslingen. Ostwürttemberg und Oberschwaben waren gestern Schwerpunkte der Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Größere Kundgebungen gab es in Ulm, Esslingen und Friedrichshafen. Die Streikbereitschaft ist hoch. Das wird bei der Demo auf dem mit Bussen, Müllwagen und Kehrmaschinen zugestellten Münsterplatz in Ulm deutlich. Trotz Kälte, Wind und Schneeschauern haben sich gut 1600 Arbeitnehmer zum eintägigen Warnstreik versammelt: Müllmänner, Bus- und Tramfahrer, Erzieherinnen, Politessen, Friedhofsmitarbeiter, Verwaltungsangestellte, sogar Sparkassenbedienstete - alle stehen in Lohn und Brot kommunaler Arbeitgeber stehen oder werden nach deren Tarifen bezahlt werden. Nach Angaben der Stadtwerke fuhr die Ulmer Straßenbahn-Linie nicht, und auch der Busverkehr war eingeschränkt.

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi legten rund 3500 Menschen zeitweise ihre Arbeit nieder, um die Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn zu untermauern. Der Ausstand traf Kitas, Verwaltungen und den Nahverkehr auch in Schwäbisch Gmünd, Heidenheim und Aalen. Verdi hatte auch zu Aktionen an kommunalen Kliniken aufgerufen.

Auch in den Landkreisen Esslingen und Göppingen traten Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in den Ausstand. Dort wurden Krankenhäuser, Landratsämter und Kitas bestreikt. Bei einer Kundgebung mit mehr als 500 Teilnehmern in Esslingen geißelte Verdi-Landes-Vizechefin Dagmar Schorsch-Brandt das Angebot der Arbeitnehmer, das unter der erwarteten Inflation liege und die Beschäftigten einseitig bei Beitragssteigerungen für die Betriebsrente belaste.

Die Welle der Warnstreiks soll heute in der Region Fils-Neckar-Alb abgeschlossen werden. In den Kreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb soll es Aktionen an Kreiskliniken, Bauhöfen und Kitas geben.

Donnerstag und Freitag verhandeln Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Potsdam. Es ist die dritte Runde. Verdi fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen unter anderem sechs Prozent mehr Geld und eine Anhebung der Ausbildungsvergütung. Die Arbeitgeber haben drei Prozent mehr für zwei Jahre angeboten, was die Gewerkschaften aber ablehnen. Fast 193 000 Tarifbeschäftigte bei den Südwest-Kommunen sind betroffen.

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27.04.2016, 06:00 Uhr

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