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Für mehr Biss

Stammzelleneinsatz bei Zahnimplantaten

Wenn einzelne Zähne fehlen, leidet die Stabilität des gesamten Gebisses und des Kiefers. Mit Implantaten kann fehlendes Kauwerkzeug ersetzt werden – doch dafür müssen die Kieferknochen intakt sein. Sind sie es nicht, kann möglicherweise bald mit Stammzellen geholfen werden.

09.01.2015
  • loz

Tübingen. Eine Zahnpastafirma warb jahrelang mit dem krachenden Geräusch eines vollmundigen Bisses in einen Apfel. Manche Menschen knirschen bei diesem Gedanken sprichwörtlich mit den Zähnen. Kraftvoll zubeißen zu können, ist der Wunsch all derer, denen aufgrund von Knochendefekten im Mund- und Kieferbereich Zähne fehlen. Tumore, altersbedingter Knochenschwund oder angeborene Defekte können für die Probleme mit den Knochen ursächlich sein. Nicht mehr vorhandene Zähne können durch Implantate ersetzt werden. Ist die Knochenstruktur stark beschädigt, muss sie mit aus dem Unterkiefer oder dem Beckenkamm entnommenen Knochen aufgebaut werden. „Das erfordert eine weitere OP inklusive schmerzender Wunde“, erklärt der Kieferchirurg Prof. Siegmar Reinert, Ärztlicher Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Tübingen in einer Pressemitteilung.

Die Stammzellforscherin Dorothea Alexander-Friedrich entwickelt deshalb mit Unterstützung des Forschungsprojekts „Regina“ (Regenerative Medizin in Neckar-Alb und Stuttgart) der BioRegio Stern eine Methode, das fehlende Knochengewebe mit Hilfe patienteneigener Stammzellen wieder aufzubauen.

Diese Stammzellen können zum Beispiel herkömmliche Titanimplantate besiedeln, damit sie mit Hilfe der knochenbildenden Zellen schneller und besser in das Umgebungsgewebe einwachsen. „Wir hoffen“, so die Forscherin Alexander-Friedrich, „dass wir in den nächsten Jahren dazu fähig sind, Patienten mit diesen Implantaten zu helfen.“

Stammzelleneinsatz bei Zahnimplantaten
Implantatgetragene Kronen, Brücken und Prothesen kommen immer häufiger zum Einsatz.Bild: proDente e.V.

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09.01.2015, 12:00 Uhr

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