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Schlemmen wie einst

Starke Resonanz bei Markt mit naturnahen Produkten im Kloster Bebenhausen

Mehr als 6000 Besucher kamen zum ersten Kloster- und Naturpark-Markt in Bebenhausen. Im malerischen Klosterbezirk lockten rund 80 Aussteller und Gastronomen. Die Straße zwischen Lustnau und Bebenhausen war gesperrt.

19.10.2014
  • Dorothee Hermann

Bebenhausen. Das goldene Oktoberwetter war ein stimmungsvoller Hintergrund für das vielfältige Angebot an Naturprodukten und Klostererzeugnissen. Besucher ließen sich im zum Restaurant umgewidmeten Sommerrefektorium des Klosters Bebenhausen Lammhäxle, Forelle oder Kürbissuppe schmecken. Auch das dem Marktmotto entsprechende Gericht „Himmel und Erde“ stand auf der Karte: Kartoffelpüree mit gebratener Blutwurst, Apfel, Speck und Zwiebeln. Rund um den Kreuzgang boten Klöster aus ganz Europa Devotionalien und Habhaftes an: Kerzen, Gutelaune-Kekse oder Klosterwürste.

Die Arche-Schäferei von der Alb hatte vier Schafe mitgebracht. In einem Gatter am Eingang weideten ein Waldschaf, Nachkomme des ausgestorbenen Zaupelschafs aus dem Mittelalter, und drei Krainer Steinschafe, „Ötzis Haustier“. Diese hatten ein zotteliges braunes Fell mit hellem Stirnfleck. Schnuckelige Buden boten Wolle, Woll- und Filzsachen, Holzspielzeug, Pralinen, Räucherschinken oder Käse zum naturnahen Genießen an – mit der Schokovariante Rohkakaomandeltonkabohnenkugel sogar vegan.

Gleich nach der Eröffnung am Samstagvormittag herrschte schon reger Betrieb. Zwei Männer hatten es sich etwas abseits vom Trubel auf einer urigen Holzbank in der Sonne gemütlich gemacht, bei Flammkuchen und einer Flasche Bier. „Tolles Wetter, tolle Sachen“, sagte die Tübinger Pädagogin Margarete Lanig-Herold. Sie schlenderte mit Gästen aus Italien über den Markt, denen sie Bebenhausen ohnehin zeigen wollte.

Am Stand der Wildnisschule Pliezhausen erfuhren Besucher, wie Steinzeitmenschen Feuer machten. „Mama, ich habe ein bisschen Feuer gesehen“, sagte die fünfjährige Malia Smitmans aus Tübingen, die genau beobachtete, wie der Wildnispädagoge Bernd Hild aus ein paar Holzstücken Funken entfachte.

Der Kloster- und Naturpark-Markt gehörte zum Jubiläumsprogramm von Landkreis und Forstverwaltung anlässlich der Auszeichnung des Schönbuchs zum Waldgebiet des Jahres.

Weitere Bilder bei tagblatt.de

Die Besucher des Naturpark- und Klostermarkts sollten Bebenhausen möglichst per Fahrrad oder Bus ansteuern. Der extra eingerichtete Bus-Shuttle von und nach Tübingen sei so gut angenommen worden, dass manche Fahrgäste nur noch Stehplätze bekamen, sagte Projektleiterin Corinna Rabe vom Organisationsteam. Die mehr als 6000 Besucher seien ebenso begeistert gewesen wie die Aussteller. Vor allem der Sonntag erwies sich als Publikumsmagnet. „Wir möchten den Markt wieder anbieten“, signalisierte Rabe: Idealerweise einmal jährlich. Einzelne Autos mussten von den teilweise noch sehr feuchten Wiesenparkplätzen abgeschleppt werden.

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19.10.2014, 12:00 Uhr

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