Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Startschuss nach langen Diskussionen
OB Fritz Kuhn besteigt den Bagger. Foto: Ferdinando Iannone
Wagenhallen

Startschuss nach langen Diskussionen

OB Fritz Kuhn läutet Sanierung von alternativer Kulturstätte ein. Im Jahr 2018 soll wiedereröffnet werden.

16.01.2017
  • TILMAN BAUR

Stuttgart. Bevor Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) am Freitag den roten Bagger bestieg, sprach er noch eine kurze Warnung ans Publikum aus. Man solle doch bitte Abstand halten, denn oft habe er so etwas auch noch nicht gemacht. Unter Anleitung eines Fachmanns in gelber Weste schwang sich Kuhn ins Führerhäuschen, brachte die Maschine in Position und rammte die Baggerschaufel mehrmals krachend in die Kante eines Außengebäudes der Stuttgarter Wagenhallen.

Mit diesem „Baggerbiss“ läutete der OB die umfangreiche Renovierung und Sanierung der Kulturstätte für 30 Millionen Euro ein, die seit zwölf Jahre als Künstlerkolonie und Veranstaltungsort dient. Ein Jahr lang wird das alte Industriegebäude nun auf Vordermann gebracht. Wiedereröffnung soll demnach 2018 sein. Das Gebäude soll dann 2100 Besucher beherbergen können, die Künstlerateliers werden sich auf 8420 Quadratmeter ausbreiten.

„Brauchen diese Mischung“

Für Kuhn zählt die kulturelle Bedeutung der Wagenhallen. Diese böten Künstlern aus verschiedensten Bereichen Platz. Das sei etwas Besonderes in Stuttgart – zumal es in der Stadt an Flächen für Kulturschaffende mangelt. „Wir brauchen diese Mischform mit Ateliers, Events und Konzerten“, so Kuhn. Er sei froh, dass es nun endlich losgehe, sagte der Rathauschef in Hinblick auf die langen Diskussionen, die dem Sanierungsbeschluss vorausgegangen waren.

Robin Bischoff, Vorsitzender des Kunstvereins Wagenhallen, zeigte sich dankbar und erleichtert. „Es ist toll, dass die Künstler nicht wegziehen müssen, sondern hierbleiben und die Stadt weiter bereichern können.“ Im Sommer war ein Teil der Mieter bereits in Container auf dem Gelände umgezogen. Andere kommen in der Übergangszeit in Backsteingebäuden neben den Hallen unter, wieder andere haben das Gelände vorerst ganz verlassen.

Das künstlerische Schaffen werde im Stuttgarter Norden jedenfalls während der Sanierung nicht einschlafen, versprach Bischoff. „Wir werden während der gesamten Bauzeit künstlerisch tätig sein.“ Tilman Baur

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

16.01.2017, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball