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Noch kein Kahlschlag

Starzach sucht in Ruhe nach weiteren Einsparmöglichkeiten

Einstimmig hat Starzachs Gemeinderat am Montag den Haushalt 2009 beschlossen. Dramatische Veränderungen gegenüber dem Entwurf gab es trotz einer Klausurtagung des Gremiums Ende Januar nicht mehr.

03.02.2010
  • Willibald Ruscheinski

Starzach. Durch die jetzt schon absehbaren dramatischen Steuer-Mindereinnahmen drohten die Kommunalfinanzen 2010 derart aus dem Lot zu geraten, dass unterm Strich des Verwaltungshaushaltes, also des laufenden Betriebs, auf jeden Fall ein Defizit droht, das mit Entnahmen aus dem Vermögen abgedeckt werden muss.

Gegenüber dem Entwurf aus dem Dezember hat die Verwaltung eine Spar-Liste vorgelegt, die – vom Gebäudeunterhalt bis zur verminderten Kreisumlage – noch einmal 79 000 Euro Entlastung bringt und die negative Zuführung, also das Minus im Verwaltungshaus, auf nun 305 000 Euro begrenzt. Ralf Günther aus Felldorf votierte als einziger gegen die bereits seit 2003 geltende Kürzung der Vereinszuschüsse um 20 Prozent.

Trotz der Sparzwänge wächst der Vermögenshaushalt, aus dem die Investitionen getätigt werden, gegenüber 2009 aufs Eineinhalbfache. Größter Brocken sind die am Montag eigens noch einmal beschlossenen 465 000 Euro für die Erweiterung des Bierlinger Gewerbegebiets „Sturmjahre Weg“. „Wir wollen nicht mehr in die Lage geraten, umsiedlungswilligen Unternehmen keinen Platz in der Gemeinde anbieten zu können“, sagte Bürgermeister Thomas Noé.

Nach der Klausurtagung neu in den Etat aufgenommen wurden zwei kleinere Investitionsposten: Schon jetzt braucht die Ganztagesbetreuung an der Grundschule einen zusätzlichen Raum. Für 5000 Euro soll der bisherige Raum des Gemeindearchivs unterm Dach des Feuerwehrhauses umgebaut werden. Und noch einmal 5500 will die Gemeinde in einen weiteren Gruppenraum für Kleinklinderbetreuung im Kindergarten Bierlingen stecken.

Leistbar ist all das nur, weil Starzach knapp 770 000 Euro an neuen Krediten aufnimmt. Das gilt für den Kameralhaushalt. Wegen einer Tilgung von 125 000 Euro nimmt die Summe der Haushaltexperten Verbindlichkeiten hingegen auf dann 1,5 Millionen ab.

Ansonsten, sagte Hans-Peter Ruckgaber, hat sich der Gemeinderat mit der Verwaltung darauf verabredet, dass diese bis zum Sommer weitere Einsparmöglichkeiten ermittelt. „Grundsätzlich kann das vom eingeschränkten Winterdienst bis zur Auflösung von Gemeindeeinrichtungen reichen“, so Ruckgaber: „Aber wir wollen jetzt nicht gleich in den großen Kahlschlag gehen.“

Starzach sucht in Ruhe nach weiteren Einsparmöglichkeiten
Zwar ist auch Starzach (siehe „Zuführungsrate“) dank wegbrechender Steuereinnahmen ein saftiges Defizit gewiss, mit neuen Schulden (und viele beantragten Zuschüssen) werden aber große Investitionen angepeilt.

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03.02.2010, 12:00 Uhr

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