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Stealing Klimt

Dokumentarfilm über den Kampf einer alten Dame, die von den Nazis geraubten Klimt-Bilder zurückzubekommen.

Dokumentarfilm über den Kampf einer alten Dame, die von den Nazis geraubten Klimt-Bilder zurückzubekommen.

STEALING KLIMT
Dokumentarfilm - GB

Regie: Jane Chablani
Mit: Maria Altmann

- ab 0 Jahren

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24.11.2015
  • ST

Die Kriege im Irak und in Afghanistan haben im amerikanischen Volk kaum noch Rückhalt. George W. Bush gilt laut Umfragen als einer der unbeliebtesten Präsidenten aller Zeiten. Und da kommt Robert Redford, der gute Mensch aus Utah, und tritt auch noch mal kräftig auf den am Boden liegenden Gegner. Mutig, mutig.

Damit jeder die Botschaft begreift, ist „Von Löwen und Lämmern“ aufgemacht wie ein Lehrfilm für die Volkshochschule. Abwechselnd verfolgen wir zwei inszenierte Streitgespräche. Ein kriegerischer Senator will einer Journalistin aufschwatzen, dass man jetzt endlich die richtige Militärstrategie gegen die Taliban in petto habe; die Reporterin ist skeptisch, geht aber doch lieber mit der mutmaßlichen Lüge auf Sendung.

Zweitens versucht ein alter Professor (Redford selbst), seinen von Politik angeekelten Studenten mit altväterlichem 68er-Gestus davon zu überzeugen, dass es sich trotz alledem für die Verbesserung der Welt zu kämpfen lohnt. Dazwischen geschnitten sind in irgendeinem Hollywood-Sandkasten gedrehte Szenen vom Afghanistan-Feldzug: zwei junge Soldaten, die sich mit besten Absichten zum Krieg gemeldet haben, werden gnadenlos verheizt.

Über Redfords Argumente könnte man trotz ihres pastoral verheulten Tonfalls ja noch diskutieren – kaum mehr aber über das kübelweis drübergegossene Pathos zugunsten des einfachen, aufrechten Amerikaners, der von seiner Führung belogen und betrogen wird. Demnach sind die Leute drüben ja noch blöder, als der deutsche Antiamerikaner in seinen kühnsten Träumen vermutet.

Typisch ist der Film für die Verrenkungen der Liberalen, die Musterpatrioten sein wollen und sich zugleich permanent dafür schämen. Und die jetzt Clinton oder Obama zujubeln und sich in zwei Jahren wundern, dass alles beim Alten geblieben ist.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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